17. April 2019, 21:47 Uhr

»Frischekur« fürs Jubiläumsdorf

17. April 2019, 21:47 Uhr
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Von Thomas Brückner
Nur fürs Foto im Pausenmodus: Die zum Allertshäuser Dorfjubiläum gegründete neue Arbeitsgruppe mit Joe Ryes, Volker Hausmann, Kurt Hillgärtner, Jürgen Nachtigall und Werner Damm (von links) am Park »Gebrannte Hecke«. (Foto: tb)

Rabenau (pm). Allertshausen steht ein ganz besonderes Jahr bevor: 2020 feiert das Dorf seinen 800. Geburtstag, und nicht erst beim stehenden Festzug wird an die urkundliche Ersterwähnung eines »Alartshusin« erinnert werden. Auf dass das Jubiläum eine runde Sache werde, haben sich mehrere Arbeitsgruppen gebildet. Neben den Veranstaltungen gilt das Engagement von AG-Mitgliedern der Dorfgeschichte, samt Erstellung einer Chronik, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Vorbereitung einer Fotoausstellung. Eine weitere Gruppe hat sich zusammengetan, um das Dorfbild »etwas aufzufrischen« und das eine oder andere Projekt umzusetzen.

Zum ersten Arbeitseinsatz traf man sich am Dienstagabend an der Kirche. Vor allem junggebliebene Rentner griffen da zu Heckenschere, Rechen und Schaufel, mittenmang Kurt Hillgärtner. Wie Rabenaus Alt- und Ehrenbürgermeister gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung sagte, hat man sich den Park »Gebrannte Hecke« als erstes Projekt ausgesucht. »Hegen und Pflegen« lautet also das Motto. Die Ehrenamtlichen begannen mit dem Freischneiden und Ausbessern der Wege, darunter jener zum Sportplatz, räumten die Umgebung des alten Wasserhochbehälters auf, schauten sich ferner auf der Fläche rund um die Kirche vis à vis um.

Anglerheim soll Gaststätte »ablösen«

Weitere Projekte haben die acht bis zwölf Aktiven bereits auf der Agenda, darunter das Nachpflanzen der Friedhofshecke, das Streichen der Ruhebänke und das »Auffrischen« einiger Flecken im Dorf.

»Wir wollen nicht mit dem Verein für Dorf- und Landschaftspflege ins Gehege kommen, wollen ihn nur unterstützen«, betont in einer Arbeitspause Hillgärtner. Ohnedies habe der Verein – 1965 gegründet und lange in der Dorfverschönerung engagiert – seine feste Aufgaben. So hielten dessen Mitglieder seit Jahrzehnten und bis heute die öffentlichen Anlagen und Blumenrabatte in Schuss. Der neuen Arbeitsgruppe mit ihren acht bis zwölf Aktiven geht es nicht zuletzt um die Förderung der Gemeinschaft. Der Bedarf dafür wird im Jubiläumsjahr 2020 steigen, dreht doch der Wirt der letzten Kneipe zum Jahresende endgültig den Zapfhahn rum. Die Hoffnung geht nun dahin, dass künftig das Anglerheim noch mehr als Treffpunkt der Allertshäuser dient.

Hillgärtner gehört zur Lenkungsgruppe der 800-Jahr-Feier, zu der auch Roland Bätzel, Ortsvorsteher Egon Kellermann und dessen Stellvertreter Günther Krieb zählen. Sie alle sind Ansprechpartner für die Bürger, planen das Jubiläum. »Weitere Mitstreiter sind willkommen, gerade aus dem Kreis der Rentner, aber auch Jüngere, weswegen wir künftig auch zu anderen Terminen als Dienstagabend einladen werden«, merkte Hillgärtner am Ende noch an. Und machte sich dann schnell wieder ans Werk – den Vorwurf der »Arbeitsverweigerung« mag sich schließlich keiner gerne einhandeln.



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