20. Juli 2017, 20:22 Uhr

Freundschaft weiter gefestigt

20. Juli 2017, 20:22 Uhr
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Aus der Redaktion
Wiedersehen mit Freunden: Deutsch-polnische Begegnung vor dem Rathaus Golancz.

Zum jährlichen Partnerschaftsaustausch trafen sich die Freunde der deutsch-polnischen Partnerschaft kürzlich in Golancz. Begrüßt wurden die Gäste vom Verein zur Pflege internationaler Beziehungen aus Allendorf/Lumda durch Bürgermeister Mieczyslaw Durski, dessen Stellvertreterin Urszula Wierzbicka sowie dem Vorsitzenden des Vereins »Freunde für Golancz«, Adam Kusz, mit einem gemeinsamen Abendessen im örtlichen Gymnasium. Anschließend bezogen die deutschen Gäste ihre Quartiere bei den polnischen Familien.

Der nächste Tag war der Erkundung der Umgebung gewidmet. Zunächst fand ein Empfang im Rathaus der Gemeinde Golancz statt. Die Allendorfer konnten sich davon überzeugen, dass die Verwaltung ähnlich modern ausgestattet und organisiert ist wie die Stadtverwaltung in Allendorf. Bei dem Treffen war auch der Parlamentsvorsteher Joseph Rylko anwesend, der Allendorf 2016 besucht hatte. Die Bildergalerie im Sitzungssaal des Rathauses in Golancz schmücken auch Porträts der Allendorfer Ehrenbürger Walter Deissmann und Elfriede Benner.

Anschließend besuchte die Delegation die Kreisstadt Wagrowiec. Dort wurden die Gäste von der Vorsitzenden des Kreisrates und dem stellvertretenden Landrat erwartet. Der Besuch endete mit einer regen Diskussion über die unterschiedlichen bzw. die ähnlichen Gegebenheiten in Deutschland und Polen. Nach einem kurzem Plausch bei Kaffee, Eis und Kuchen am See fuhr die Delegation zurück nach Golancz. Am frühen Morgen des zweiten Besuchstags startete die Fahrt in die Landeshauptstadt Warschau. Dort wurden u. a. der Palast von Krola Jana III. und die Altstadt besichtigt. Der nächste Tag in Warschau startete mit einer Stadtrundfahrt. Die Deutschen waren erschüttert angesichts der Erinnerung an Grausamkeiten, welche die Warschauer während des Zweiten Weltkrieges erleben und erdulden mussten. Auch das Denkmal des Unbekannten Soldaten, an dem Bundeskanzler Willy Brandt im Dezember 1970 niederkniete und damit die Wende der Ostpolitik einläutete, wurde besichtigt. Die nächste Station war der Kulturpalast, der von der Sowjetunion vor dem Fall des Eisernen Vorhangs errichtet wurde. Von dort hat man einen wunderbaren Rundblick.

Auf der Rückfahrt nach Golancz hatten die Gastgeber den Besuch des Geburtshauses von Frédéric Chopin in Zelazowa Wola eingeplant, das zu einer Gedenkstätte umgebaut worden ist. Am letzten Besuchstag wurde das Wohnhaus von Admiral Jozef Unrug (1884 – 1973) in Sielce besucht.

Der sechstägige Aufenthalt der Delegation des Vereins zur Pflege internationaler Beziehungen Allendorf in der Partnerstadt war in vielfältiger Hinsicht ein Beweis dafür, dass es sich um eine lebendige Partnerschaft handelt, die von den Einwohnern beider Kommunen gelebt wird.



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