21. Januar 2017, 09:00 Uhr

Museum Grünberg

Freundeskreis bringt Buch über Fachwerkhäuser heraus

Der Freundeskreis Museum Grünberg hat rund 250 Fachwerkhäuser hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte, Besitzverhältnisse und Verwendungszweck katalogisiert.
21. Januar 2017, 09:00 Uhr
Rund 60 Gäste interessieren sich für die Aktivitäten des Freundeskreises Museum Grünberg sowie die neuen Bücher und Ausstellungen. (Foto: dis)

Der Freundeskreis Museum Grünberg begrüßte bei der zwölften Auflage des Neujahrsempfangs im Museum im Spital rund sechzig Gäste. Darunter waren unter anderem Bürgermeister Frank Ide, Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erdmann und Pfarrer Lukas von Nordheim von der evangelischen Paulusgemeinde.

Der Vorsitzende Wolfgang Hofheinz erinnerte an den Start der Projektgruppe »Grünberger Fachwerk« vor etwa einem Jahr. Er dankte den vielen Bürgern, die für das Projekt »Fachwerk-Häuserbuch der Altstadt Grünberg« zahlreiche Fotos zur Verfügung gestellt hatten. Rund 1200 Fotos lägen dank der Mithilfe von Rolf Halbig mittlerweile in elektronischer Form vor. An dieser Stelle lobte er auch die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein sowie Karl-Heinz Jungmann, der einige großformatige, gerahmte historische Bilder beisteuerte.

Ekart Rittmannsperger teilte mit, dass das von ihm konzipierte Fachwerkbuch im Frühjahr gedruckt werde. Es sei nicht einfach gewesen, die rund 250 Fachwerkhäuser hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte, Besitzverhältnisse und Verwendungszweck zu katalogisieren. Hierzu habe das Stadtarchiv nicht zur Verfügung gestanden. Nach Limburg und Alsfeld weise Grünberg noch die meisten Fachwerkhäuser auf. Aus der Barock und Biedermeierzeit existiere keine Bausubstanz und auch aus dem Mittelalter sind durch den 30-jährigen Krieg ein Drittel der Häuser untergegangen und die Bevölkerungszahl auf 230 zurückgegangen. Danach hätten für zwei Generationen keine Bautätigkeiten mehr vorgelegen.

Nach dem 2. Weltkrieg seien nur fünf bis sechs Häuser als Fachwerhäuser sichtbar gewesen. Aus Datenschutzgründen habe man die Besitzverhältnisse mit dem Jahr 1945 abschließen müssen. Es sei ihm aber eine Genugtuung den Grünberger Bürgen mit diesem Buch einen Blick auf das alte »Gelersch« geben zu können.

Das Buch zum Lutherjahr von Harald Sellner ist bereits fertiggestellt und konnte beim Neujahrsempfang bereits zum Sonderpreis von 3 Euro (ansonsten 3,50 Euro) erworben werden. Harald Sellner freute sich, dass sein Buch »Auf den Wegen von Dr. Martin Luther durch Grünberg« vorlag und verwies darauf, dass das im 19. Jahrhundert abgerissene Lutherhaus in einer Vitrine vor dem einstigen Standort bald als Modell gezeigt werden könne. Museumsleiterin Bautz verwies darauf, dass im Sonderausstellungsraum vom 21. Juli bis zum 10. September eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Luther stattfinden wird. Man freue sich auch, das Duo Sovela mit der Sopranistin Anna Sophia Backhaus aus Berlin und der Harfinistin Verena Jochum aus Saarbrücken, das mit Tischreden von Luthers Frau Katharina von Bora unter dem Motto »Bist du sicher, Martinus?« aufwarten wird, in einem Konzert präsentieren zu können.

Die Homepage des Freundeskreises »Luther in Grünberg« wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht. Pro Tag wird die Seite von mehr als 60 Besuchern aufgerufen. Gepflegt und bearbeitet werde die Seite von Harald Sellner und Berthold Langer. Weitere Aktivitäten sollen hinzukommen, denn das Jahr 2017 ist nicht nur das Lutherjahr, sondern auch das Jahr des zehnjährigen Jubiläums der Museumseröffnung, erklärt Hofheinz.

Bürgermeister Frank Ide lobte die große Leistung des Freundeskreises für das Museum. Dieses sei im vergangen Jahr mit vielen Aktivitäten gefüllt gewesen und er freue sich, mitteilen zu können, dass man Frau Bautz eine Kraft für ein freiwillige kulturelles Jahr zuweisen könne, um diese bei den anfallenden Arbeiten in diesem Jahr unterstützen zu können.

Denn die beiden kommenden Jahren seien bereits zahlreiche Veranstaltungen und Sonderaustellungen geplant. Diese bedürften einer gewissen Vorlaufzeit. Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erdmann wies darauf hin, dass vor fast zwanzig Jahren das Projekt Grünberger Museum unter dem damaligen Bürgermeister Siegbert Damascke geplant wurde. Er wünsche sich, dass mehr Grünberger, Stadtbesucher und Schulklassen in das Museum kommen, denn ein Museum lebe von seinen Besuchern.

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