23. März 2018, 19:01 Uhr

»DorfSchmiede« Freienseen

Freie Bürgerliste fordert Akteneinsichtsausschuss

23. März 2018, 19:01 Uhr

Laubach (pm). »Jetzt muss alles auf den Tisch«, stellt FBLL-Fraktionschef Dirk-Michael Hofmann eingangs einer Pressemitteilung fest. Die Laubacher hätten ein Anrecht auf die ganze Wahrheit des Komplexes »DorfSchmiede« gGmbH. Von daher beantrage man einen Akteneinsichtsausschuss.

»Eigentliche Bombe« des jüngsten Sachstandsberichts des Bürgermeisters (die GAZ berichtete) war laut Hofmann die Nachricht, dass das Begegnungszentrum im November/Dezember 2017 kurz vor dem zweiten Insolvenzverfahren stand, nur überlebte, weil Stadtwaldstiftung und ev. Kirche »auf Nimmerwiedersehen« weitere 150 000 Euro zuschossen. All das, ohne irgendein parlamentarisches Gremium über das Problem und die angestrebte »Lösung« zu informieren. »Ein massiver Vertrauensverlust«, schreibt die FBLL. Für die es nach Prüfung des Berichts noch schlimmer wurde, da vorgetragene Fakten nicht vollständig seien und Angaben zum Verhalten der Verantwortlichen, zu deren Verantwortung, zu eventuellen Straftatbeständen nicht erfolgten.

FBLL: Bericht nicht vollständig

Um umfassend Licht ins Dunkel zu bringen, fordert die Freie Bürgerliste den Akteneinsichtsausschuss, wofür der Antrag einer Fraktion ausreicht. Das Gremium werde sich alle bei der Stadtverwaltung geführten Akten vollständig vorlegen lassen, um sich einen vollständigen Überblick über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der »DorfSchmiede« bis heute zu verschaffen. Die Ergebnisse werde der Ausschuss dann dem Parlament berichten.

Das werde Klarheit bringen über die Entstehung und Wirkungsweise dieser »Geldvernichtungsmaschine« und die Frage, wer ab wann über die Entwicklung informiert war, wer Verantwortung getragen hat und trägt, welche persönlichen Konsequenzen zu ziehen sind. Eine Lösung des Problems werde der Ausschuss jedoch nicht bringen, denn längst sei klar: »Man scheut halt das Bekenntnis zur eigenen Verantwortung. »Die DorfSchmiede« ist laut FBLL aus eigener wirtschaftlicher Kraft nicht überlebensfähig. Solle sie Bestand haben, bedürfe es beträchtlicher Zuschüsse – bisherige Finanzspritzen hätten die Millionengrenze längst überschritten. Das Geld werde weiter von der Stadtwaldstiftung kommen müssen. Abzuwarten bleibe, welcher Betrag nach der »Vorabbefriedigung« der »DorfSchmiede« etwa für Vereine und Einrichtungen noch übrig sein werde.

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