15. Mai 2019, 22:12 Uhr

Fließender Übergang für Kinder

15. Mai 2019, 22:12 Uhr

Es ist für jedes Kind ein bedeutender Schritt auf dem Weg durch das Bildungssystem: der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. »Es ist für Kinder nicht einfach, wenn die Oma sagt: ›Du kommst jetzt in die Schule - da beginnt der Ernst des Lebens!‹«, sagt Busecks Bürgermeister Dirk Haas (SPD). Und auch für manche Eltern ist der Übergang von Kita zu Schule mit Sorgen behaftet.

Insgesamt acht Seminartage

Um den Übergang für Kinder möglichst fließend zu gestalten, haben sich die Leiter der Busecker Kindertagesstätten und Grundschulen seit November 2017 gemeinsam fortgebildet und vernetzt. Auch eine Vertreterin der Bersröder Kita (Reiskirchen) war dabei, da die Kinder von dort in Buseck zur Schule gehen. Achtmal hat sich die Gruppe getroffen. Das Seminar auf der Steuerungsebene zielt darauf ab, eine Vernetzung, wie sie im Bildungs- und Erziehungsplan des Landes vorgesehen ist, vor Ort umzusetzen. Die Fortbildung wurde vom Land finanziert. Angeboten wurde sie im Auftrag des Sozial- und des Kultusministeriums vom Bildungswerk der AWO Hessen als Träger, Referentin vor Ort war Betina Mann. Am Mittwoch fand in der Alten-Busecker Brandsburg das letzte Seminartreffen statt. Die Teilnehmer zogen nun gemeinsam mit dem Bürgermeister Bilanz.

Zu dem Fortbildungskonzept gehört auch die Idee, Tandems aus Kita- und Schulleitungen zu bilden und damit eine engere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Neben den kommunalen Kitas waren auch die katholische Kita St. Elisabeth sowie die Familienbildungsstätte mit im Boot. »Uns ist hier in Buseck ganz wichtig, dass diese Schnittstelle möglichst ohne Brüche funktioniert«, sagte Haas. Angesichts des geplanten gemeinsamen Schul- und Kita-Neubaus in Alten-Buseck ist das Thema Verzahnung aktueller denn je.

Doch was soll sich konkret ändern, um den Wechsel von der Kita in die Schule für Abc-Schützen angenehm zu gestalten? Nach einem Moment des Schweigens verweisen Teilnehmer der Fortbildung auf gemeinsame Elternabende von Kitas und Schulen und gemeinsame Kalender. Im Kern gehe es darum, die individuellen Bedarfe von Kindern zu erkennen und sie in der Übergangsphase zu begleiten. »Da können Ängste abgebaut werden, die vielleicht kommen«, äußert sich eine Teilnehmerin. »Jedes Kind hat einen individuellen Weg des Lernens. Ziel ist, dass sich da keine Front zwischen den Kitas und der Schule aufbaut.«

Wichtig sei, Zuständigkeiten zu klären, sagte Haas: »Wenn zum Beispiel Kinder von Trohe zum Schnuppertag in die Schule kommen - wer zahlt dann den Bus? Es sind oft solche Kleinigkeiten.«

Für Kommunen ist die Kita-Betreuung eine zentrale Aufgabe und personell wie finanziell eine Herausforderung. Auch Busecker Kindergärten stoßen teils an Kapazitätsgrenzen. Machen diese Rahmenbedingungen es schwieriger, Impulse wie die Kooperation mit Kitas zu setzen? »Das Thema Ressourcen spielt natürlich eine Rolle«, sagte Haas. Gegenüber der vorgegebenen Mindestzahl an Erziehern müsse man »ein Mehr an Personal vorhalten und hoffen, dass das Personal mit einem gewissen Enthusiasmus rangeht«. Es sei schwierig, am Markt genug Personal zu finden.

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