Kreis Gießen

Feld, Wald und Wiese im Blick

Zur Jahreshauptversammlung kam die Jagdgenossenschaft Wetterfeld kürzlich im »Hessenbrückenhammer« zusammen. Jagdvorsteher Holger Ulrich berichtete über die Aktivitäten 2017. So wurde u. a. eine Motorsense angeschafft, die hauptsächlich zur Pflege der Streuobstwiesen und anderer Grundstücke dienen soll, für welche die Jagdgenossenschaft die Verantwortung übernommen hat. Ein Ausflug führte bei bestem Wetter nach Heidelberg. Ulrich berichtete auch von Arbeiten zur Verbesserung der Feldwege. Konkret wurden die Wegränder mit einem Bagger abgesenkt und Gräben ausgebaggert, um Staunässe zu vermeiden. Ortsvorsteher Ralf Ide sagte hierzu die hälftige Beteiligung der Stadt an den Kosten zu.
18. April 2018, 21:28 Uhr
Redaktion

Zur Jahreshauptversammlung kam die Jagdgenossenschaft Wetterfeld kürzlich im »Hessenbrückenhammer« zusammen. Jagdvorsteher Holger Ulrich berichtete über die Aktivitäten 2017. So wurde u. a. eine Motorsense angeschafft, die hauptsächlich zur Pflege der Streuobstwiesen und anderer Grundstücke dienen soll, für welche die Jagdgenossenschaft die Verantwortung übernommen hat. Ein Ausflug führte bei bestem Wetter nach Heidelberg. Ulrich berichtete auch von Arbeiten zur Verbesserung der Feldwege. Konkret wurden die Wegränder mit einem Bagger abgesenkt und Gräben ausgebaggert, um Staunässe zu vermeiden. Ortsvorsteher Ralf Ide sagte hierzu die hälftige Beteiligung der Stadt an den Kosten zu.

Der Kassenbericht von Manfred Desch offenbarte eine solide Finanzbasis, ihm wurde von Achim Müller als Sprecher des Genossenschaftsausschusses eine satzungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Nach den Wahlen setzt sich der Vorstand aus Jagdvorsteher Holger Ulrich, dessen Stellvertreter Christian Meerbott sowie Schriftführer und Rechner Manfred Desch zusammen. Der Genossenschaftsausschuss besteht aus Achim Müller, Heiko Schudt und Marcel Straube, der Michael Trapp nachfolgt. Letzterer trat aus persönlichen Gründen nicht mehr an. Ulrich bedankte sich in Abwesenheit bei Trapp für dessen Arbeit.

Feldlerche-Bestand erholt sich

Baumwart Wolfram Meerbott erinnerte an Maßnahmen wie Baumschnitt sowie Mulchen und Mähen der Wiesen. Vogelwart Günter Happel berichtete u. a. über Maßnahmen zur Unterstützung des Gartenrotschwanzes. Da dieser Vogel relativ spät aus seinem Winterquartier zurückkomme, habe er oft Probleme, geeignete Nistplätze zu finden. Aufgrund des Klimawandels seien viele konkurrierende Arten mittlerweile früher zurück und besetzten die Nisthilfen. Jagdpächter Michael Lierz berichtete von Bemühungen zur Biotopverbesserung (Blühstreifen als Ackerränder, geplante Uferschwalbenwand). Derartige Maßnahmen werden von den Jagdgenossen finanziell unterstützt. Lierz kann schon sichtbare Erfolge vorweisen; er berichtete u. a. von einer Erholung des Bestandes der Feldlerche. Dem Raubwild rückt er rigoros auf den Balg – eine stattliche Anzahl Fallen sorge dafür, dass Füchse, Waschbären und Co. nicht überhand nähmen. Von letzteren wurden im Vorjahr 28 zur Strecke gebracht, mehr als die Hälfte mit der Falle.

Die Versammlung beschloss, die eingenommene Jagdpacht nicht auszuzahlen: Das Geld soll für gemeinschaftliche Ausflüge und die Anschaffung von Geräten verwendet werden, die für die Allgemeinheit eingesetzt werden können. Man will eine Kehrmaschine anschaffen, mit der bei Feldarbeit verschmutzte Wege gesäubert werden sollen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Feld-Wald-und-Wiese-im-Blick;art457,419616

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung