02. Mai 2018, 22:16 Uhr

Fahrbahn ist schadhaft

02. Mai 2018, 22:16 Uhr
Die historische Sandsteinbrücke über die Lahn bei Ruttershausen macht einen guten Gesamteindruck. Die Fahrbahn der 1901 erbauten Brücke muss jedoch saniert werden. (Foto: ldt)

Die 1901 erbaute Lahnbrücke bei Ruttershausen steht unter Denkmalschutz. In den 1970er Jahren wurde das gusseiserne Geländer im Rahmen einer Bürgersteigverbreiterung durch ein Aluminiumgeländer ersetzt. 1991, nach dem Brückenneubau beim Buderuswehr (Querspange), wurde es ruhig auf dem Bauwerk. Jetzt steht die nächste Sanierung an.

Wer heute von Ruttershausen auf den Kirchberg, zu den Kleingärten oder den Sportplatz will, benutzt diese Brücke. Außerdem führt der Radweg Gießen-Marburg darüber. Anlässlich der Dorferneuerung (2007 bis 2011) wollte man das Gusseisengeländer wieder haben. Dieses hätte 80 000 Euro gekostet. Daraus wurde nichts.

Mittlerweile hat die Steinbrücke andere Probleme. Jens Gelzenleuchter vom Ingenieurbüro Best (Lahnau) stellte dem städtischen Bauausschuss verschiedene Sanierungsvarianten vor. »Es gibt keine statischen Bedenken«, sagte der Fachmann. Schadhaft sei nur die Fahrbahnoberfläche, außerdem aufgrund des für Radfahrer um 30 Zentimeter zu niedrigen Geländers die Verkehrssicherheit bedenklich. Nach dem detaillierten Vortrag sagte Harald Pusch (SPD), das seien zu viele Zahlen auf einmal.

Dorfentwicklung fortschreiben

Zuvor hatte der Finanzausschuss einstimmig beschlossen, eine Beratung über die Fahrbahnsanierung der historischen Lahnbrücke bei Ruttershausen zu verschieben. Norman Speier (SPD) erläuterte, zunächst müsse geklärt werden, ob die Baumaßnahme innerhalb der laufenden Dorferneuerung vom zuständigen Amt für den ländlichen Raum in Wetzlar als »gesamtkommunal« anerkannt werde. Nur dann würde Lollar 70 Prozent Fördermittel erhalten.

Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (parteilos) erklärte, hierzu müsse das bestehende Dorfentwicklungskonzept fortgeschrieben werden. Das aufgepeppte Konzept sei dann vom Stadtparlament zu beschließen. Mit dem Beschluss in der Hand könne der Antrag in Wetzlar gestellt werden.

Mehrheitlich (die CDU stimmte jeweils mit Nein) beschloss der Finanzausschuss den Haushaltsplan 2018 und das dazu gehörige Sicherungskonzept. Das bedeutet, trotz positiver Haushaltszahlen (35 700 Euro im ordentlichen Ergebnis und 218 900 im Jahresergebnis) muss die Kämmerei nachweisen, dass mindestens 40 Euro pro Einwohner und Jahr eingespart werden.

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