23. Mai 2019, 22:27 Uhr

Europawahl im Kleinformat

23. Mai 2019, 22:27 Uhr
Der Wahlvorstand überwacht die korrekte Abgabe der Stimmen. (Foto: jjs)

Endlich auch wählen! Zumindest fast. Denn zur Europawoche für die Schüler der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) gehört eine realitätsnahe Simulation der Europawahl mit anschließender Auswertung in den Klassen. Zudem wird Journalist und Politologe Ingo Espenschied am heutigen Freitag mit einem Vortrag tiefere Einblicke in die politische Bildung rund um die Europawahl geben.

Für die minderjährigen Schüler der Klassen 10 bis 13 ging somit die trockene Theorie in die Praxis über. Rund 400 Jugendliche haben an der »Juniorwahl«, also der Wahlsimulation, teilgenommen. Im Unterricht schon darauf vorbereitet, konnten die Schüler selber ran und in den Wahlkabinen die Stimmzettel ausfüllen. Das Projekt »Juniorwahl«, das seit 1999 bundesweit an Schulen vom überparteilichen Verein »Kumulus« durchgeführt wird, bietet einen genauen Einblick in den Wahlprozess. Aufgabenleiter und Klassenlehrer Matthias Payer berichtete: »Das Projekt hat einen sehr positiven Effekt für die Schüler. Zum einen setzen sie sich mit aktueller Politik in der Praxis auseinander, zum anderen werden sie angeregt, sich ein eigenes politisches Bild zu machen.« Es sei ein absoluter Gewinn für alle Beteiligten. Die Schüler zeigten sich ebenfalls begeistert. Eine Schülerin sagte: »Es ist eine gute Vorbereitung für die echte Wahl im späteren Leben. Man fühlt sich vorbereitet und wird nicht ins kalte Wasser geworfen.«

Die Organisation des Projekts wird von »Kumulus« übernommen, weil sie ansonsten für jede einzelne Schule zu aufwendig und finanziell unmöglich wäre. Die abgegebenen Stimmen wurden in den einzelnen Klassen gezählt und ausgewertet - nach den offiziellen Vorgaben wie bei der »richtigen« Wahl. Am Sonntag werden dann die Ergebnisse auf der Schulhomepage veröffentlicht - aber erst nach Schließung der Wahllokale.

Neu ist diese Simulation allerdings nicht für die CBES. Die vergangenen Landtagswahlen wurden ebenfalls simuliert. In der Zukunft will man weiter diese Möglichkeit wahrnehmen. Es helfe den Schülern, ihr eigenes Politikbewusstsein zu entwickeln und schaffe ein besseres Gefühl dafür, was Demokratie eigentlich ist.

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