22. November 2018, 22:21 Uhr

Europäischer Gedanke statt »Germany first«

22. November 2018, 22:21 Uhr
Schulleiterin Uta Schmidt-Frenzl und »Erasmusbeauftragter« Robert Kunstmann freuen sich über die ERASMUS-Förderung des neuen Projekts. (Foto: con)

Soziale Kompetenzen erlernen und Einblicke in die gelebte Demokratie erhalten: Diese beiden Aspekte stehen im Vordergrund des neuen EU-geförderten Erasmus-Projekts an der Anne-Frank-Schule in Großen-Linden. Nachdem im Sommer die beiden letzten Erasmus-Projekte an der AFS zu den Themen »Der Erste und Zweite Weltkrieg« und »Nachhaltige Städte der Zukunft« endeten, hat sich die Schule für ein drittes solches Programm beworben. Dieses Mal mit dem Schwerpunkt »Aktive Schüler, aktive Bürger«.

»Wenn man sich die Entwicklungen in der heutigen Gesellschaft anschaut, merkt man, wie wichtig es ist, die Bedeutung der Demokratie zu betonen«, erklärte Schulleiterin Uta Schmidt-Frenzl zur Vorstellung des Projekts. Gemeinsam mit Schulen in Griechenland, Slowenien, Rumänien und Litauen beschäftigen sich Schüler und Lehrer im Rahmen einer strategischen Schulpartnerschaft rund um die Bedeutung der Demokratie.

Dafür waren erst Anfang November Lehrer der AFS zu einem ersten Treffen in Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes in Griechenland. »Dort erhielten wir Einblick in die Wiege der Demokratie«, berichtet die Schulleiterin. Der nächste Besuch steht im kommenden März in Slowenien an. Dann werden auch Schüler der AFS mit dabei sein. Im kommenden Mai steht ein Besuch von Gästen von den anderen Teilnehmer-Schulen in Linden an. »Hierzu werden wir gemeinsam mit Schülern der achten Klasse Projekte entwickeln und hier vorstellen«, erklärt Lehrer Robert Kunstmann, Fachbereichsleiter Englisch und »Erasmusbeauftragter« an der AFS. Er erarbeitete auch die diesmalige Thematik, die direkt den Zuschlag für das Programm erhielt.

Eine weitere Reise wird im September nach Litauen gehen, bevor das Programm im März 2020 mit einem Besuch in Rumänien beendet wird. »Wir legen viel Wert auf solche Schulpartnerschaften«, sagt Schmidt-Frenzl.

Eine Besonderheit des aktuellen Projekts: Es findet auf Deutsch statt. »Da haben wir einen Heimvorteil«, sagt Kunstmann. Die vergangenen beiden Projekte waren auf Englisch.

Ziel des Projekts ist es, für Verbundenheit mit Europa zu sorgen. »Der persönliche Kontakt von Menschen aus verschiedenen Ländern ist wichtig, um den europäischen Gedanken zu entwickeln«, sagt Kunstmann weiter. »Es muss nicht nur ›Germany First‹ heißen.« Auch diesen Gedanken in die Außenwelt hineinzutragen will gelernt sein.

Durch das Erasmus-Programm werden vor allem allgemeine sowie berufliche Bildung, Sport und Jugend gefördert. Das Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen besteht bereits seit 30 Jahren und fördert die Mobilität von Studierenden, jungen Erwachsenen, Dozenten und ausländischem Unternehmenspersonal innerhalb 33 Ländern der EU.

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