06. Februar 2018, 21:17 Uhr

Erste christliche »Opern Company«

06. Februar 2018, 21:17 Uhr
Drei internationale Künstler: Die Sängerinnen Lara Bevilacqua (Mitte) aus Basel, Zsofia Mozer aus Budapest und Tenor-Sänger Shawn Mlynek aus Cinncinati. (Foto: rge)

»Wir brennen für Christus!« Für die in Gießen gegründete erste professionelle christliche Opern Company der Welt »OperChristus« war dies der Hauptgrund zusammen zu musizieren. Das vom Glauben inspirierte Gesangs- und Musikensemble feierte am Freitagabend in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg erfolgreich Premiere.

Das von dem aus Cincinnati in den USA stammenden und als Tenor-Sänger am Stadttheater Gießen tätigen Shawn Mlynek im Frühjahr 2018 gegründete sechsköpfige Ensemble war musikalischer Gast im Rahmen der renommierten Konzertreihe »Orgel-Plus«. Neben dem Tenor-Sänger setzten dabei die Sängerinnen Lara Bevilacqua (Sopran) aus dem schweizerischen Basel und Zsofia Mozer (Mezzosopran) aus Budapest in Ungarn sowie die Instrumentalisten Michael Makaroc (Violine) aus der Ukraine, Leana Alkema (Violoncello) aus Kapstadt in Südafrika und die heimische Kantorin Yoerang Kim-Bachmann (Cembalo) musikalische Ausrufezeichen. Sie boten Barockmusik auch mit bekannten Arien und Ouvertüren aus Opern und Oratorien, wie von Jean-Baptiste Lully, Claudio Monteverdi, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Ihr gemeinsam gestecktes Ziel der christlich verbundenen Künstler: Musizieren zu Ehren Gottes.

Starteten die drei Instrumentalisten mit der Ouvertüre aus Lullys Oper »Armide«, hatten die drei Solisten einen ebensolchen eindrucksvollen Einsatz bei Monteverdis Werken, wie dem Stück »Lamento della ninfa«. Die Stimmlagen der Solisten kamen, unter anderem bei Zsofia Mozers Mezzosopran-Stimme in Händels Arie »As with Rosy steps the morn« aus dem Oratorium »Theodora« zum Tragen, die Sopran-Stimme von Bevilayqua bei »Air de la Folie« aus der Oper »Platee« von Jean Phillippe Rameau. Und das immer im perfekten Zusammenspiel mit den Instrumentalisten. Als Tenor brillierte Shawn Mlynek. Beispielhaft sein Arienpart »Lasso io vivo« aus der Oper »L’egisto« von Francesco Cavalli. Insgesamt bot das christlich motivierte Oper-Company-Ensemble einen guten Querschnitt des »Best of« aus der barocken Ära der Musikschaffenden.

Perfektes Zusammenspiel

Monteverdis Opernpart »Pur ti miro« aus »Lìncoronazione de Poppea« erwies sich so als schöner Abschluss, dem lang anhaltender Beifall der Musikfreunde in der Christuskirche folgte. Das machte Freude auf mehr von »OperChristus« in nächster Zukunft. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Die nächsten Konzerte finden statt am 30. März mit »Musik zur Sterbestunde Jesu« um 15 Uhr, am 13. April um 19 Uhr mit »Orgel plus Posaune« mit Martin und Hermann Wilhelmi, und »Goethetexte in der Musik« mit der Sopranistin Cornelia Muth am 8. Juni um 19 Uhr in der Christuskirche.

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