26. Mai 2019, 21:48 Uhr

Eine Turmfreundin und mehr

26. Mai 2019, 21:48 Uhr
Hannelore Rischmann (r.) wird zur Ehrenkanonierin ernannt. Hermann Soffel (Mitte) hält die Laudatio.

Böllerschüsse hallen durch den Licher Schlosspark, als der Kleinkaliber-Schützenverein Lich die neue Ehrenkanonierin ernennt: Hannelore Rischmann wurde am Samstagabend auf dem Historischen Markt für ihren unermüdlichen Kampf für den Erhalt des Licher Stadtturms gewürdigt.

Ehrenvorsitzender Hermann Soffel hielt die Laudatio auf Rischmann. 1944 in Lich geboren, über lange Jahre als Sekretärin im evangelischen Pfarramt tätig und als Mutter und mittlerweile auch Großmutter hatte und hat sie stets viel zu tun. Zudem widmet sie sich seit 1984 der Aquarellmalerei und dem Papierschöpfen.

Doch ihr Einsatz ging über dies weit hinaus: Als 2006 bekannt wurde, dass die Glocken des Stadtturms aufgrund statischer Schäden nicht mehr geläutet werden durften und sogar Erhalt des Bauwerks infrage stand, tat sie sich zusammen mit anderen engagierten Lichern zusammen, um das Wahrzeichen zu retten: Die Geburtsstunde der Turmfreunde.

Doch es brauchte viel Geld, um das Wahrzeichen zu retten: Die Gutachter hatten die Schäden auf rund eine Million Euro beziffert. Doch die Turmfreunde starteten viele Aktionen, um Geld zu sammeln. Die wohl bekannteste war dabei der Verkauf der Stufen hinauf zur Spitze des Stadtturms. »Was anfangs oft belächelt wurde, bewährte sich«, sagte Soffel. Denn innerhalb weniger Monate waren alle Stufen verkauft.

Heute haben die Turmfreunde nicht nur das Ziel erreicht, den Stadtturm zu retten - hierbei halfen auch die Stadt Lich und die evangelische Marienstiftsgemeinde mit. Der Turm ist auch wieder begehbar. Zudem richten die Turmfreunde Stadtführungen mit Kostümierung sowie Planwagenfahrten aus und tragen so zur touristischen Attraktivität Lichs aktiv bei.

Rischmann, die bereits 2012 die Ehrenplakete der Stadt erhalten hatte, dankte für die Ehrung durch die Schützen. Der Stadtturm und die Schützen seien eng verbunden, erklärte sie: Früher habe man von der Mauer und dem Turm aus die Stadt vor Angreifern geschützt. Im Anschluss feuerte sie, gemeinsam mit den Schützen sowie Bürgermeister Bernd Klein, die Böllerkanone ab.

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