24. August 2017, 19:42 Uhr

Eine Krawatte für Kauder

24. August 2017, 19:42 Uhr
Volker Kauder: Am Mittwoch in Buseck ist der Binder noch altrosa, demnächst dank der Gießener Parteifreunde weinrot. (vh)

Wer Volker Kauder das nächste Mal bei Anne Will oder einem ihrer Talk-Kollegen im Fernsehen sieht, der sollte auf dessen Krawatte achten: Trägt er dunkelrot, so ist es wohl der edle Schlips, den der Ehrengast beim Sommer-Event des CDU-Kreisverbands am Mittwoch in Buseck vom Kreisvorsitzenden Helge Braun verehrt bekommen hat. Spontan versprach Kauder, das repräsentative Stück in der nächsten Fernseh-Talkshow zu tragen. Das hat gute Tradition bei den Gießener Christdemokraten: Auch andere hochrangige Gäste haben schon Krawatten geschenkt bekommen; stets an den Stil des Trägers angepasst und sorgsam ausgewählt.

Beim Sommer-Event des CDU-Kreisverbands Gießen im Schlosspark Großen-Buseck sprach Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, vor rund 100 Besuchern, darunter das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Mor Julius Hanna Aydin, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Polizeipräsident Bernd Paul, MdL Klaus Peter Möller und Brauns Vorgänger als CDU-Abgeordneter im Wahlkreis Gießen, Adolf Roth.

Kauder und er hätten noch am Morgen mit der Bundeskanzlerin gefrühstückt, sagte Braun – und nun gemeinsamer Wahlkampf. Nach seinem Dafürhalten ist die Wahl noch nicht entschieden, da gut 40 Prozent der Bürger unentschlossen seien und 58 Prozent die Meinung vertreten, wen sie wählten, sei egal, weil doch alle Politiker gleich handeln würden. Braun bezeichnete Kauder als eine Art Kompass, dem das »C« wichtig sei.

Kauder, knapp 68 Jahre alt, nahm sich innerhalb einer Stunde etliche Themen vor, auch die Staatsmänner Trump, Putin und Erdogan oder stellte einige aus CDU-Sicht wenig diplomatische Aussagen der Genossen Gabriel und Steinmeier sowie von FDP-Mann Lindner an den Pranger. Braun schätze er wegen dessen Verwurzelung im heimatlichen Wahlkreis, sagte Kauder. Europa bezeichnete er als eine Werte- und Schicksalsgemeinschaft mit christlich-jüdischen Wurzeln. Kauder forderte weniger Bürokratie und damit Entlastung des Mittelstandes. Bezüglich Digitalisierung der Wirtschaft rief er auf zu Investitionen sowie Weiterbildung der Beschäftigten. Junge Familien müssten wieder mehr zu Wohneigentum kommen, die CDU plane ein Baukindergeld. Die Grunderwerbssteuer sei zu hoch und kontraproduktiv für die Bauabsichten junger Leute.

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