11. Juni 2017, 21:31 Uhr

Eine Gemeinde, viel Gemeinschaft

11. Juni 2017, 21:31 Uhr
Erfolgreiche Sportler und Sänger bei der Ehrung. (Foto: se)

Langgöns (se). Von ihrer besten Seite hat sich die Gemeinde Langgöns am Wochenende anlässlich des Dorfgemeinschaftstages präsentiert. Die Feier stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens der Großgemeinde. Zahlreiche Vereine hatten die Bewirtung übernommen, auf dem breiten Grünstreifen unter den Linden im Niederhofen war eine Showbühne errichtet, auf der Gruppen, Vereine und andere Einrichtungen der Gemeinde für Unterhaltung sorgten.

Musikalischer Höhepunkt am Samstag war der Auftritt der Gruppe Mr. Starlight und Band, die am Abend für die nötige Partystimmung sorgte und mit ihrem Repertoire Jung und Alt erfreute. Am Sonntag verbreiteten »Die Heimatländer« mit ihrem Mix aus Schlager, Oldies, Rock und böhmischer Blasmusik Kirmesstimmung.

Besonders gefreut haben dürften sich die Langgönser darüber, dass Abordnungen aus ihren Partnergemeinden Clouange (Lothringen) mit Bürgermeister Stephane Boltz an der Spitze und St. Ulrich (Tirol) mit Bürgermeisterin Brigitte Lackner unter den Gästen begrüßt werden konnten. Sie erhielten aus den Händen von Bürgermeister Horst Röhrig, Parlamentsvorsteher Martin Hanika sowie Sebastian Stoll, dem Vorsitzenden des Partnervereins, Schokoladentafeln mit Silhouetten von Langgönser Gebäuden. Einen breiten Raum nahm auch die Ehrung von Langgönser Bürgerinnen und Bürger ein, die viele Jahre in Vereinen aktiv waren bzw. lange Zeit Vorstandstätigkeiten ausgeübt hatten (Bericht rechts). Außerdem wurden weitere Bewohner der Gemeinde ausgezeichnet, die außergewöhnliche Erfolge zu verzeichnen hatten. Die Moderation hatte Uwe Müller übernommen, der punktuell von Bürgermeister Röhrig unterstützt wurde.

Kita-Leiterin am Pranger

Die zahlreichen Stände im Niederhofen luden zum Bummeln ein. Politische Parteien boten Getränke und Kuchen an, der SV Blau-Weiß Espa servierte traditionell Brat- bzw. Currywürste mit Pommes. Infostände hatten die Flüchtlingshilfe, der AMC Langgöns und der VdK Langgöns aufgeschlagen.

Etwas Besonderes hat der Kindergarten Mäuseburg geboten. Unter dem Motto »Ritter und Burgfräulein« hatte man im Garten der Kita ein spätmittelalterliches Lager aufgeschlagen mit einer Reihe von Stationen. Besonders schaurig war der Pranger, an den sich die Leiterin Karin Bramer selbst gestellt hatte und mit Wasserschwämmen beworfen werden durfte. Gegen ein kleines Entgelt, versteht sich. Von dieser Möglichkeit machten nicht wenige Gebrauch.

Ein Höhepunkt am Sonntag war das von den Bündnis-Grünen veranstaltete Entenrennen auf dem Gönsbach. Dabei wurden insgesamt 250 Kunststoffenten erworben. Am Ende setzte sich die Ente mit der Nummer 201 durch; der Gewinn ging an die Flüchtlingshilfe Langgöns. Den zweiten Preis sicherte sich Ulrike Hock, Ursula Myniec den dritten. Insgesamt 70 Preise hatten Langgönser Unternehmen zur Verfügung gestellt. Durch den Erlös, den die Grünen von 250 Euro auf 300 aufstockten, können nun zwei weitere Ruhebänke angeschafft werden.

Eröffnet wurde der Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst. »Als besonders eindrucksvoll,«, stellte Martin Hanika fest, »empfand ich den ökumenischen Gottesdienst, in dem von den beiden Pfarrern, Eduard Lucaci (kath. Kirchengemeinde St. Josef Langgöns) und Hartmut Völkner von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Langgöns auf sympathische Weise und gut nachvollziehbar die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der beiden christlichen Konfessionen herausgearbeitet wurden, besonders eindrucksvoll für unsere katholischen Gäste aus der Partnergemeinde in Tirol.« Hanika freute sich auch über den Ablauf des Dorfgemeinschaftstages und über den Besuch aus den Partnergemeinden. »Ich habe den Eindruck, dass sich unsere Freunde aus St. Ulrich und Clouange hier wohl gefühlt haben.« Ebenfalls angenehm seien die zwanglosen und offenen Gespräche mit allen Besuchern gewesen.

Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Röhrig. »Das waren zwei gelungene Tage.« Der Rathauschef betonte, dass man vom Wetter her Glück gehabt habe, es sei eine in jeder Hinsicht erfreuliche Veranstaltung gewesen. Der Dorfgemeinschaftstag sei auch dank der Mitwirkung der Vereine und anderer Einrichtungen so gut verlaufen, dass man Überlegungen anstellen könne, ein solche zweitägige Veranstaltung zu wiederholen. »Wir werden darüber diskutieren«, versprach Röhrig. Diejenigen, die den Dorfgemeinschaftstag besucht haben, werden sicher nichts dagegen haben

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