13. Juli 2019, 09:00 Uhr

Golden-Oldies-Festival

Ein bisschen Chrom muss sein: Roberto Blanco kommt nach Wettenberg

Vom 26. bis 28. Juli findet das diesjährige Golden-Oldies-Festival statt. Mit dabei: Manta-Designer George Gallion und Schlager- Urgestein Roberto Blanco.
13. Juli 2019, 09:00 Uhr
Dieses Jahr haben sich 496 Fahrzeuge zur Oldtimer-Ausstellung beim Golden-Oldies-Festival in Wettenberg angemeldet. (Archivfoto: Geck)

Aus »ein bisschen Spaß muss sein« wird in Krofdorf-Gleiberg bald »ein bisschen Chrom muss sein«: Roberto Blanco kommt zu den Golden Oldies und wird dort seinem ersten Auto begegnen. Oder seinem zweiten. Das sei noch nicht ganz klar, sagte Corinna Bonnekamp von Kreativconsult, der Wettenberger Agentur, die das Festival mit der Gemeinde organisiert. »Die Menschen fuhren früher auch schon alte Autos. Das macht es nicht einfacher, sie heute aufzutreiben«, erklärte sie bei der diesjährigen Programmvorstellung am Freitag. Fest steht jedenfalls, dass der 82-jährige Schlagersänger am Samstag, 27. Juli, um 16 Uhr auf dem Sorguesplatz auf der Bühne stehen wird und Anekdoten zu seinen Autos erzählt. Im Anschluss daran wird er Autogramme am Voltis-Stand an der Ecke Hauptstraße/Rodheimer Straße geben.

Vom 26. bis 28. Juli verwandelt sich Krofdorf-Gleiberg wieder in einen Ort längst vergangener Zeiten. Mädchen und Frauen in Pettycoats, Jungs und Männer mit Hosenträgern und Haartollen werden die Straßen bevölkern und den Rock’n’Roll aufleben lassen. Und zwar zum 30. Mal. Zum Jubiläum des Golden-Oldies-Festivals soll es aber nur kleinere Änderungen geben, teilten die Veranstalter mit.

Manta-Designer kommt am Samstag

Stolz sind sie besonders darauf, dass George Gallion ihrer Einladung folgen wird und ebenfalls am Samstag in der Hauptstraße Rede und Antwort zum Opel Manta stehen wird. Gallion war seinerzeit Chef-Designer des Rüsselsheimer Autokonzerns. Der Manta entstand auf seinem Zeichenbrett.

Der Höhepunkt des Festivals wird wie immer am Sonntag stattfinden, wenn Hunderte Chromjuwelen in den Straßen stehen. Genau 476 Oldtimer sowie 20 Motorräder und Roller haben sich zur Ausstellung angemeldet. Mehr konnte man nicht zulassen, hieß es vonseiten der Gemeinde. Es gebe schlicht und ergreifend nicht genug Platz. Die weiteste Anreise wird ein Mercedes Benz W111/218 SE Cabrio aus dem Jahr 1970 haben. 510 Kilometer sind es von Obekrämer in Brandenburg nach Wettenberg. Die weiteste Anreise aus dem Ausland legt ein Chrysler New Yorker, Baujahr 1959, aus Bütschwil in der Schweiz zurück. Drei historische Autos, jeweils verschiedene Ford T-Modelle allesamt Baujahr 1915, werden die ältesten Autos in der Parade sein.

Neu: Mitsingkonzerte und Gin-Stand

Erstmals veranstaltet Sänger und Gitarrist Winfried Bode in diesem Jahr zwei Mitsingkonzerte mit Liedern der 50er bis 70er Jahre. Neu wird auch eine französische Themenstraße sein: Die Poststraße soll ganz unter der Marke Peugeot stehen, die Modelle der 2er-Reihe präsentieren wird. Passend dazu soll es Flammkuchen, Crêpes und Wein geben. Insgesamt habe man sich kulinarisch an die Wünsche der Besucher gehalten, teilten die Verantwortlichen der Gemeinde mit. So soll es in diesem Jahr mehr Foodtrucks geben, und ein Gin-Stand soll jüngeres Publikum locken.

Auf den neun Musikbühnen gibt es ebenfalls eine Erweiterung: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr nur auf den 50er und 60er Jahren, sondern auch auf den 70ern und 80ern. Insgesamt 55 Bands werden die Besucher an den drei Festival-Tagen rocken. »Es soll nicht nur etwas für die Ohren sein, sondern auch für die Augen«, sagte Bonnekamp. Deshalb gibt es wie immer den Pettycoat-Wettbewerb, die Kinderwagenparade und die Oldtimer-Prämierung. Die Verantwortlichen des Weißen Rings und des Lions Clubs Wilhelm Conrad Röntgen freuen sich über Teilnehmer an ihrer Tombola, deren Erlös dem Weißen Ring zugute kommt. Auch der Gießener Rock’n’Roll-Club wird mehrere Tanzaufführungen zeigen. Mehr zum Programm auf www.golden-oldies.de.

»Pixelinchen« kommt

Grasgrün, 43 Jahre alt und aus der DDR: Der diesjährige Hingucker auf dem Golden-Oldies-Festival ist der zur Selfie-Box umgebaute Wohnwagen von Richard Stephan. Der Obermeister der Fotografeninnung hat ihn selbst umgebaut und am Abend vor der offiziellen Programmvorstellung am Freitag fertiggestellt. »Pixelinchen«, so wurde der Anhänger getauft, soll am Festivalwochenende alle Besucher unterhalten und für Spenden für den Weißen Ring sorgen. Der Wohnwagen besteht aus einer Wanne, in die man vor dem Umbau hineinsteigen musste. Stephan hat die Spolperfalle durch ein Brett im Boden entfernt. Seitdem muss man sich noch tiefer bücken, will man hineinsteigen. »In der Betriebsanleitung steht: Wenn man die Dachluke öffnet, dann ist das der einzige Ort, an dem man aufrecht stehen kann«, sagt der Fotograf und lacht.

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