05. April 2018, 22:03 Uhr

Ein Viertel der Jäger ist weiblich

05. April 2018, 22:03 Uhr
Verleihung der Silbernen Ehrennadel des Landesjagdverbandes durch dessen Präsidenten Jürgen Ellenberg (v. l.) an Ottfried Weber, Peter Seibert, Arthur Grölz und Hans Algeyer. Rechts Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt. (Foto: pm)

Die vereinseigenen Jagdhornbläser eröffneten die Jahreshauptversammlung des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung im Kulturzentrum in Großen-Buseck. Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück und ehrte langjährige Aktive.

Die bronzene Ehrennadel des Deutschen Jagdverbandes erhielten die Mitglieder Dr. Ekkehart Hammermann, Christian Weisel und Horst Wallbott. Mit der silbernen Ehrennadel des Landesjagdverbandes Hessen wurden die Vorstandsmitglieder Dr. Michael Gaudchau, Ottfried Weber, Arthur Grölz sowie Landesjagdberater Peter Seibert ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung des Landesjagdverbandes, die goldene Ehrennadel, erhielt für außerordentliche Verdienste um das Jagdwesen Peter Seller aus Pohlheim.

Landrätin Anita Schneider ging auf aktuelle jagdliche Themen ein. Sie hob die ehrenamtlichen Arbeiten und Naturschutzmaßnahmen der Jägerschaft hervor. Auch wolle sie sich dafür einsetzen, die Beprobungsgebühren für Schwarzwild auszusetzen. Der Preis für Wildschweinfleisch sinke, weil das Angebot aufgrund gestiegener Abschusszahlen größer werde. Für Jäger werde es immer unwirtschaftlicher, Wildschweine zu schießen. Die Aussetzung der Gebühren soll einen Anreiz setzen, dass das Fleisch dennoch in den Handel kommt.

Mackenrodt gab in seinem Jahresbericht einen Einblick in das Vereinsgeschehen. Es war »ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Vereinsjahr« mit steigenden Mitgliederzahlen (aktuell etwa 1150 Mitglieder, davon 25 Prozent weiblich).

Den Kassenbericht trug der 2. Rechner Christian Weisel vor. Für die Kassenprüfung berichtete Karl-Heinz Kuchenbecker über eine ordentlich geführte Kasse. Die Mitgliederversammlung erteilte dem Vorstand einstimmig Entlastung.

Weisel stellte den Haushaltsplan für das Jahr 2018 vor, und die Versammlung stimmte auch darüber einstimmig ab. Mackenrodt informierte ausführlich über die Entwicklung und Aufteilung der Mitgliedsbeiträge sowie die laufenden aktuellen Verbandsabgaben.

Hans Algeyer jetzt Stellvertreter

Zu den Wahlen: Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Ottfried Weber stand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Der Vorstand schlug den bisherigen Beisitzer Hans Algeyer zum stellvertretenden Vorsitzenden vor. Algeyer wurde einstimmig zum neuen Stellvertreter von Mackenrodt gewählt. Der Hubertus-Chef sprach Ottfried Weber für langjährige Zusammenarbeit seinen Dank aus. Der Vorsitzende forderte die Mitglieder auf, für eine waidgerechte sowie der Natur verpflichtete Jagd ohne einseitige und ideologisch begründete Einschränkungen einzutreten. Außerdem sollten sich die Jäger als Naturschützer für den Erhalt bedrohter Arten einsetzen. Zudem sollten Hubertus-Mitglieder weiter in Kindergärten und Schulen gehen, alte und kranke Menschen mit in die Natur nehmen und mit rollenden Waldschulen über Naturschutzmaßnahmen aufklären.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anita Schneider
  • Haushaltsplan
  • Ideologien
  • Karl Heinz
  • Krankheiten
  • Kunst- und Kulturzentren
  • Landesjagdverbände
  • Naturschützer
  • Vorsitzende von Organisationen und Einrichtungen
  • Gießen
  • Buseck
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos