05. Juni 2019, 22:21 Uhr

Ein Quartier mit 81 Wohnungen

05. Juni 2019, 22:21 Uhr

Im Juni 2017 hatten der Landkreis und die Stadt Lich eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung getroffen, um die Siedlungsentwicklung im Herzen der Natur gemeinsam voranzutreiben. Konkret auf dem Gelände der ehemaligen Selma-Lagerlöf-Schule und einem angrenzenden städtischen Grundstück. Zwei Jahre später liegt das erste Konzept auf dem Tisch.

Zu wenig Stellplätze?

Die 81 Wohneinheiten verteilen sich auf insgesamt zwölf Gebäude, darunter die der ehemaligen Schule, von denen zumindest der östliche und westliche Teil aufwendig saniert werden sollen, wie Schade erklärte. »Ihr Bestand ist besser als gedacht«, so die Expertin. Das nach Norden gelegene Schulhaus wird möglicherweise abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. 51 Apartments werden in diesen drei Häusern entstehen. Für ein weiteres, kleineres Mehrfamilienhaus sind zwei bis sechs Wohnungen angedacht. Darüber hinaus sehen die Planungen acht Stadtvillen mit je zwei bis drei Wohneinheiten vor, die überwiegend im westlichen Bereich des Areals angeordnet sind.

Über die Jahnstraße erfolgt die Zufahrt zum Wohnquartier, das zwei Anbindungen an den Bürgerhausparkplatz bekommen soll - für Autos im Norden, für Fußgänger im Süden. 152 Stellplätze sieht das Konzept vor, je zwei pro Einheit für die nicht preisgebundenen Wohnungen, 1,5 für die bezahlbaren Apartments. Angeordnet werden diese senkrecht zur Straße, außerdem zu den Häusern durch Hecken abgetrennt. Zwischen den früheren Schulgebäuden wird es einen Treffpunkt für alle Bewohner des Quartiers geben - mit einem Bereich zum Verweilen, viel Grün und einem Kinderspielplatz. Ein Teil der Apartments wird zudem über private Gartenflächen verfügen. »Das Quartier soll unterschiedliche Wohnmöglichkeiten mit hoher Qualität bieten«, so Schade.

Rund ein Dutzend Bäume auf dem Areal seien »prägend und schön«, weshalb die »Planungen so konfiguriert wurden«, dass diese Pflanzen erhalten bleiben. Ein Aspekt, der vor allem bei der Grünen-Fraktion gut ankam, wie Ralph Bretschneider mehrfach betonte. Auch darüber gab es positive Stimmen. Bedenken äußerte Sebastian Schäfer (FW) bezüglich der Anzahl der Stellplätze, die er für zu knapp bemessen hielt. »Wo sollen die Besucher parken?«, wollte der Birklarer Ortsvorsteher wissen. Viel Luft sei nicht gewesen, erklärte die Expertin. »Wir haben dem Grün den Vorzug gegeben.«

Fragen kamen auch zum künftigen Aussehen der Stadtvillen auf. Die würden nach Kundenwunsch gebaut, folglich sei zu jetzigem Zeitpunkt noch keine konkrete Antwort möglich, so Alexander Schlamp und Jürgen Erll von der Projektgesellschaft Jahnstraße bR, die das Vorhaben realisiert. Dahinter stehen das Licher Unternehmen IWES und die Firma Lück Invest aus Gießen.

Im Vorfeld der Bauleitplanung hatte der Landkreis einen Investorenwettbewerb zum Verkauf des ehemaligen Schulgeländes initiiert. Die Projektgesellschaft Jahnstraße bR hatte städtebaulich und inhaltlich mit ihrem Konzept überzeugt.

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