Die Lückebachaue, ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für zahlreiche, gefährdete Vogelarten, wird als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt. Das teilt das Regierungspräsidium Gießen mit. Die Fläche zwischen Watzenborn-Steinberg und Leihgestern stellt sich heute als urwüchsige, naturnahe Bachauenlandschaft dar, in der viele Amphibien, Vögel und Libellen ihren Lebensraum finden. Dies war nicht immer so. Auf der Grundlage eines Rahmenkonzeptes zur Renaturierung des Lückebaches – 1994 durch die Obere Wasserbehörde des RP initiiert – wurde der Lückebach fast in seiner gesamten Länge wieder in einen natürlichen Zustand versetzt. Die Ziele der Renaturierung waren eine Steigerung des Hochwasserschutzes, die Schaffung struktureller Vielfalt, sowie eine Verbesserung der Wasser- und der Erlebnisqualität.

Der Bereich »Dickmühle« hat sich seit 2005 im naturschutzfachlichen Sinne sehr positiv entwickelt. Er besteht aus einem Mosaik aus Bachläufen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemähten Wiesen, wild wachsenden Röhrichten, Großseggenrieden und Feuchtbrachen, sowie vereinzelten trockenen Bereichen mit Gebüschbewuchs.

Die wachsende Zahl an Spaziergängern mit frei laufenden Hunden führt zu einer stetigen Beunruhigung der scheuen und seltenen Wiesenbrüter. Vögel, die in ihrem Brutgeschäft des Öfteren gestört werden, geben häufig ihre Brutgelege auf.

Um die wichtigen Brutbereiche zu beruhigen, wird der Bereich »Dickmühle« mit Verordnung vom 8. Mai und Veröffentlichung im Staatsanzeiger am 12. Juni als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt. Die Obere Naturschutzbehörde beim RP Gießen bittet um Verständnis, dass die geschützten Flächen künftig nicht mehr von Spaziergängern, Radfahrern und Reitern durchquert werden dürfen. Wege, die um das Naturschutzgebiet herumführen, können selbstverständlich weiterhin genutzt werden. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass Hunde nicht frei oder an einer zu langen Leine in das Schutzgebiet laufen können. Die landwirtschaftliche Nutzung ist durch die Sicherstellung als Naturschutzgebiet nicht betroffen.

Beteiligt an der Renaturierung waren die Städte Linden und Pohlheim, die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen und die Obere Wasserbehörde. Einige Renaturierungsabschnitte wurden als Schulprojekte durch Schüler der Lückebachschule in Pohlheim und der Wiesengrundschule in Linden durchgeführt. (pm/Foto/Repro: pm)

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