04. Februar 2018, 23:05 Uhr

»Globale Mittelhessen«

Dokumentarfilmfestival ab heute auch in Saasen

04. Februar 2018, 23:05 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Dokumentarfilm «#MyEscape« wird heute Abend in Saasen gezeigt. (Foto: dpa)

Gießen/Reiskirchen (pm). In Gießen, Wetzlar und Marburg ist es am Sonntag schon zu Ende gegangen – in Reiskirchen beginnt es erst heute: Das Filmfestival »Globale Mittelhessen« mit seinen Dokumentarfilmen. Vier Abende lang laden die Aktiven aus der Projektwerkstatt Saasen zum besonderen Kinoerlebnis – mit Buffet, Ausstellungen, Gästen und hoffentlich spannenden Debatten. Auch die Einrichtungen des Hauses, unter anderen die große Bibliothek, locken zum Verweilen. Jeder Abend in Saasen ist einem Schwerpunktthema gewidmet.

Es beginnt am heutigen Montag ab 18 Uhr mit zwei Filmen zum Thema »Migration und Flucht«. Zuerst wird der Film «#MyEscape« gezeigt, der von selbstgemachten Handyaufnahmen der Flüchtenden auf ihren verschiedenen Routen lebt. Ab 20.30 Uhr läuft dann »Deportation Class« mit Einblicken in die umgekehrte Reise, der zwangsweisen Abschiebung.

Am Dienstag, 6. Februar, startet um 18 Uhr der Film »Die Stadt als Beute« und gibt einen Einblick in Vertreibung aus und Umgestaltung von Städten. Für die Diskussion kommt ein Aktivist aus Berlin in die Projektwerkstatt, um von den dortigen Kämpfen gegen Zwangsräumungen und Quartiersaufwertung zu berichten.

Um 20.30 Uhr folgt der Dokumentarfilm »Dream Empire«, ein intensiver Blick in Immobilienspekulationen in China.

Am Mittwoch, 7. Februar, heißt das Thema dann »Umweltschutz und Landwirtschaft«. Um mehr Platz für Diskussionen zu haben, wird nur ein Film gespielt, nämlich um 18 Uhr »Dead Donkeys fear no hyenas – grünes Gold«. In dem Film wird der Landraub durch Konzerne der Industrienationen am Beispiel Äthiopien dargestellt. Ab etwa 19.30 Uhr soll Platz sein für einen Gedankenaustausch zu solidarischer Landwirtschaft. Dabei würden örtliche landwirtschaftliche Höfe oder kleine Anbau-Kollektive die beteiligten Menschen nach deren Wünschen mit Nahrungsmitteln versorgen. »Die Brutalität des Marktes und das Gegeneinander von landwirtschaftlichen Betrieben wären überwunden«, heißt es in der Ankündigung der Globale. Danach hält Jörg Bergstedt noch einen Vortrag über »Konsumkritik-Kritik«.

Den Abschluss am Donnerstag, 8. Februar, bilden zwei Filme zu globalen Produktionsweisen. Um 18 Uhr läuft »Machines«, ein eindrucksvoller Blick in die Innereien der Herstellung von Tüchern und Kleidung in Asien. »Konzerne als Retter« blickt ab 20.30 Uhr in dubiose Geschäfte mit der Entwicklungshilfe.



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