17. September 2017, 19:51 Uhr

Die Zauberflöte in 70 Minuten

17. September 2017, 19:51 Uhr
Die drei Damen (Anne von Kenne, Renate Gath und Beatrix Wesner) schicken Tamino (Jörg Müller) und Papageno (Helmut Wagner) auf die Reise. (Foto: gge)

Es war eine gleichsam schwierige wie hehre Aufgabe, die sich der Theater- und Musikverein K.A.P. Dornholzhausen mit der Inszenierung von Mozarts »Zauberflöte « zum Ziel gesetzt hatte. Aber das Ergebnis konnte sich sehen und vor allem hören lassen.

Schauplatz war die Evangelische Kirche in Dornholzhausen, wo die szenische Darstellung der weltberühmten Oper zweimal zur Aufführung kam. Fünf Akteure schlüpften in zehn verschiedene Rollen. Viel Übungsfleiß dürfte nötig gewesen sein, bis das ebenso mystische wie märchenhafte Singspiel bühnenreif war.

Fünf Akteure in zehn Rollen

Zum Inhalt: Der schöne Prinz Tamino (Jörg Müller) begibt sich, animiert von den drei Damen (Anne von Kenne, Renate Gath, Beatrix Wesner), auf den Weg zum Schloss des Zauberers Sarastro (Helmut Wagner). Er will seine Herzdame Pamina (Anne von Kenne) zu befreien. In seiner Begleitung befindet sich der leutselige Leichtfuß und Vogelfänger Papageno (Helmut Wagner). Nach vielen Irrungen und Prüfungen fallen sich schließlich die Liebenden in die Arme und auch Papageno findet mit Papagena (Anne von Kenne) sein Weibchen.

Erstaunlich erscheint der Umschwung bei der Charakterisierung der Handelnden. Aus den freundlichen Damen und ihrer Auftrag gebenden Königin der Nacht werden finstere Rachegöttinnen, während der zunächst düster gezeichnete Sarastro zum wohltätigen Freimaurer-Idol mutiert. Dazu muss man wissen, dass sowohl Mozart als auch der für das Libretto verantwortliche Emanuel Schikaneder zur besagten Loge zählten.

Zum guten Verständnis des Handlungsablaufs trug ganz wesentlich Renate Gath mit ihren Erläuterungen bei. Das Ensemble packte alles Wesentliche in kurzweilige 70 Minuten und ließ dennoch nichts vermissen. Andächtige lauschte das Publikum den unsterblichen Arien des Tamino (»Dies Bildnis ist bezaubernd schön«), des Sarastro (In diesen heil’gen Hallen«), des Papageno (»Ein Mädchen und ein Weibchen«) und den wunderschönen Duetten, Quartetten und Quintetten, die in erstaunlicher Klangreinheit und melodischer Harmonie den Kirchenraum füllten. In einer Nebenrolle komplettierte Peter Dank als Priester das Ensemble. Ein Sonderlob gebührt Rosi Klix am Klavier. Einfühlsam und mit dem Gespür für die jeweilige Szene bildete sie den musikalischen Eckpfeiler für dieses für alle Darsteller recht schwierige Unterfangen. Sie meisterten es mit Bravour und ernteten lange anhaltenden Beifall.

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