01. Oktober 2018, 21:41 Uhr

Die Gemeinde dankt

01. Oktober 2018, 21:41 Uhr
Auszeichnung mit (v. l.) Propst Matthias Schmidt, Kirchenvorstandsvorsitzender Sonja Kühlmann, Karl Rudolf Schön, Pfarrerin Heike Düver, Reinhard Schargitz. (Foto: pm)

Mit einem besonderen Gottesdienst hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Steinbach am Sonntag bei Karl Rudolf Schön bedankt. Dieser war bereits im April nach 58-jähriger Tätigkeit als letzter gemeindeeigener Kirchenrechner offiziell verabschiedet worden (die GAZ berichtete); nun wurde er von Propst Matthias Schmidt mit der höchsten Auszeichnung gewürdigt, die von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu vergeben ist: der silbernen Ehrennadel. Schön, der auch lange Jahre als Erster Beigeordneter der Gemeinde Fernwald fungierte, bedankte sich bei allen, die diese vielen Jahre gemeinsam mit ihm gegangen sind. Die Laudatio hielt Kirchenvorstandsmitglied Reinhard Schargitz.

Im April 1960 hatte Schön sein Amt in der Kirchengemeinde angetreten. In den folgenden 58 Jahren mussten von ihm umgerechnet mehr als 3,5 Millionen Euro buchhalterisch bearbeitet werden. »Das alles bedeutet, 58-mal jeweils Haushaltsplan sowie Jahresabschlüsse zu erstellen, diese mit der Regionalverwaltung abzustimmen, und dies alles mit den jeweiligen Kirchenvorständen zu besprechen«, fasste Schargitz zusammen. Damit nicht genug: Schön kümmerte sich auch darum, dass die Bediensteten der Kirchengemeinde pünktlich ihr Geld auf dem Konto hatten. Somit war der Kirchenrechner, wie es Schargitz formulierte, »Chefbuchhalter und Personalchef in Personalunion«. In seine Amtszeit fielen u. a. der Bau des Pfarrhauses, die Kirchenrenovierung sowie der Bau des Gemeindezentrums 1964 bis 1969 mit einem Finanzvolumen von insgesamt 850 000 DM. Erwähnenswert sei auch die Gründung der Krankenpflegestation der evangelischen Kirchengemeinden Steinbach, Albach und Annerod 1977, die Schön maßgebend forciert habe. Auch deren »Nachfolger«, die Diakoniestation Fernwald/Pohlheim, sei auf dessen Betreiben hin ins Leben gerufen worden. Ein deutliches Zeichen, dass Schön »nicht nur der kühle Rechner, sondern ein mit großem Herzen sozial engagierter Zeitgenosse« sei, sagte Schargitz. Den finanziellen Kraftakt, nämlich den Rückkauf des alten Pfarrhauses von der Volksbank 1995, sei nur durch Gründung einer Eigentumsgemeinschaft realisierbar gewesen, deren Erfinder und fortan Vorsitzender Karl Rudolf Schön war. Somit sei der Platz für Pfarrbüro, Krankenstation und Archiv gesichert gewesen. Dazu passe auch die Tatsache, dass es in der evangelischen Kirchengemeinde bereits von 1992 bis 1999 eine organisierte Christliche Flüchtlingshilfe GmbH gab – mit Schön an der Spitze.

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