23. März 2018, 19:06 Uhr

Die Busecker und der Blick zurück

23. März 2018, 19:06 Uhr

Wenn man heute die Autos durch die Straßen fahren sieht, es zum Urlaub nach Neuseeland geht und die Schuhe nicht mehr im Geschäft um die Ecke gekauft, sondern vom Postmann gebracht werden – dann kann man sich nur schwer vorstellen, wie früher das Leben in den Orten aussah. Ein Fenster in die Vergangenheit öffnet nun wieder der Heimatkundliche Arbeitskreis Buseck.

Karl-Heinz Frank und Günther Schmidt haben historische Aufnahmen für einen Vortrag zusammengestellt. Diese stammen fast ausschließlich aus privaten Alben. Gezeigt werden Aufnahmen aus den Jahren 1930 bis 1984.

Großen-Buseck war ein landwirtschaftlich geprägter Ort, in dem es bis Mitte der 1950er keine Straße gab, in der sich nicht gleich mehrere Bauernhäuser mit Kuh- und Schweineställen befanden. Sogar für die Kuh des kleinen Mannes, die Ziege, gab es den örtlichen Ziegenzuchtverein, der auch Tiere bei speziellen Ausstellungen im Kreisgebiet zur Schau stellte.

Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde jeder Festumzug von einer Reiterstaffel des damals aktiven Reitervereins angeführt. Der alljährliche Reiterball bei »Brücks« im Saal war ein Treffen der Dorfjugend. Zeitzeugen erinnern sich noch an das Reitturnier 1954 auf dem ehemaligen Sportplatz am Pfingstweg.

Der Dirigent und Musiklehrer Rudolf Nicolai hatte zeitweise eine Akkordeongruppe von über 40 Schülern und Aktiven, die sich bei öffentlichen Auftritten präsentierten. Traditionell wurde ein Maibaum am 1. Mai auf dem Anger aufgestellt. Das spätere Fällen wurde begleitet von einer kleinen Aufführung durch die Gruppe der Heimatvertrieben und der Jugendorganisation DJO. All diese Vereine und Gruppierungen sind heute nicht mehr aktiv und somit ein Teil der Historie des Ortes. Bilder darüber lassen Erinnerungen wach werden.

Die Vorstellung einiger Busecker Persönlichkeiten und Dorfnamen gehört ebenso zum Vortrag wie historische Ansichten von Geschäften, Dorfstraßen sowie von Kanal- und Straßenbauarbeiten ohne maschinellen Einsatz, lediglich mit Pickel und Schaufel. Gezeigt werden Bilder über die Nutzung des Busecker Schlosses als Altenheim und von den Überschwemmungen von Teilen des Ortes in den Jahren 1966 und 1984, die den hinteren Teil der Weidenstraße in »klein Venedig« verwandelt hatten.

Ohne einige Anmerkungen und Anekdoten in »Bousicher Platt« kommt auch der diesjährige Vereinsvortrag nicht aus. Der Bildervortrag findet am Sonntag, dem 25. März, um 15 im Kulturzentrum statt. Der Eintritt ist frei. (siw)

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