12. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Neuer Sportplatz

Der Kunstrasenplatz in Reiskirchen ist fertig

Die Planungs- und Bauphase verlief keinesweg störungsfrei. Doch jetzt ist das neue Sportgelände der TSG Reiskirchen mitsamt Kunstrasenplatz fertig und die Freude groß.
12. Oktober 2018, 05:00 Uhr
Viele Gäste feiern mit dem Vorstand der TSG Reiskirchen die Einweihung des neuen Sportplatzes. (Foto: us)

Von Haus aus ist Martin Schäfer Handballer. Aber in den vergangenen Jahren hat sich der Vorsitzende der TSG Reiskirchen vorwiegend mit Fußball beschäftigt. Der Bau des neuen Sportgeländes am Ortsausgang Richtung Lindenstruth, dessen Herzstück der 95 x 60 Meter große Kunstrasenplatz ist, hat ihn und seine Vorstandskollegen Heiko Haas und Thomas Hirt stark gefordert. Jetzt ist Licht am Ende des Tunnels. Am Mittwoch wurde das Gelände, auf dem seit einiger Zeit schon trainiert wird, offiziell frei gegeben. Und am 30. Oktober, beim Derby der Spielgemeinschaft Reiskirchen/Saasen/Bersrod gegen Burkhardsfelden, kann das erste Spiel auf dem neuen Gelände stattfinden.

 

Vereinsheim wird später fertig

Wenn dann noch das Vereinsheim fertig ist, können die Verantwortlichen der TSG endlich kürzer treten. Aber das dauert länger als geplant. Weil die Baupreise in den vergangenen Jahren durch die Decke gegangen sind, musste der Verein auf die Bremse treten und möglichst viel in Eigenleistung machen. Statt wie geplant im Dezember, rechnet man nun mit der Fertigstellung des Innenausbaus nicht vor März oder April.

1,2 Millionen Euro hat das neue Sportgelände gekostet. Finanziert wurde es nicht zuletzt durch den Verkauf des alten Platzes für 826 000 Euro. Diese Summe stellte die Gemeinde für den Neubau zur Verfügung. Das Land ist mit 200 000 Euro mit im Boot, den Rest muss die TSG selbst stemmen.

Dass der Kostenrahmen für den Bau eingehalten werden konnte, bezeichnete Bauleiter Armin Uhrig von der Ingenieurgesellschaft Müller als die größte Leistung bei dieser Maßnahme. Denn immer wieder traten Verzögerungen auf: Erst geriet wegen Anwohnerprotesten die Ausweisung des alten Sportplatzes als Baugelände ins Stocken, dann verschob sich der Baubeginn, weil erst der geschützte Ameisenbläuling umgesiedelt werden musste. Das war letztlich der einzige Posten, der das Budget überstieg.

Vereinsheim »Zum Bläuling«?

Bei der Einweihung waren diese Kümmernisse vergessen. »Was man hier sieht, ist das Verdienst der TSG«, lobte Bürgermeister Dietmar Kromm, der auf die integrierende Funktion des Sports hinwies. Sportkreis-Vorsitzender Prof. Heinz Zielinski unterstrich, dass Deutschland auch künftig neue Sportstätten brauche. Reiskirchen verfüge nun zusammen mit der Halle und den Tennisplätzen gleich nebenan über ein tolles Gelände, das hoffentlich auch Jüngere anziehen werde. Glückwünsche kamen auch von Michael Seipp-Wallwaey, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Und für Lacher sorgte ein Vorschlag von Bauleiter Uhrig: Wenn das Vereinsheim einst fertig sei, könne man es ja auf den Namen »Zum Bläuling« taufen. Die Reaktion des Vorstands zeigte: abgelehnt!

Übrigens: Dem Baustress ist die Feier zum 110-jährigen Bestehen der TSG in diesem Jahr zum Opfer gefallen. Egal, findet Vorsitzender Schäfer: »Wir feiern dann 2019 das 111-Jährige.«

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