Kreis Gießen

Daubringens Jagdpächter bleiben weitere zehn Jahre

Die Pachtverträge mit Pächter Otmar Hauer und Mitpächter Thomas Alffen haben die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Daubringen bei der Jahreshauptversammlung einstimmig um weitere zehn Jahre verlängert. Die Vertragsbedingungen bleiben unverändert. Alffen, er ist auch Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, berichtete über den Zeitraum 2017/2018. Zunächst erläuterte er, was einen Jagdgenossen ausmache. Manch einer frage ihn danach.
05. April 2018, 22:03 Uhr
Volker Heller

Die Pachtverträge mit Pächter Otmar Hauer und Mitpächter Thomas Alffen haben die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Daubringen bei der Jahreshauptversammlung einstimmig um weitere zehn Jahre verlängert. Die Vertragsbedingungen bleiben unverändert. Alffen, er ist auch Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, berichtete über den Zeitraum 2017/2018. Zunächst erläuterte er, was einen Jagdgenossen ausmache. Manch einer frage ihn danach.

Einziges Merkmal sei der Besitz eines Grundstücks auf dem die Jagd ausgeübt werden könne, sagte Alffen. Dauerhaft eingezäunte Flächen und befriedete Bezirke wie Ortschaften zählten somit nicht dazu. Im Revier Daubringen seien 278 Hektar bejagbar (209 Hektar Feld, 66 Hektar Wald, drei Hektar Wasser). Das Jagdkataster (Übersichtsliste aller Flurstücke und deren Eigentümer) werde zurzeit überarbeitet. Einige Flächen müssten noch in Augenschein genommen werden. Das neue Kataster sei bis 2019 fertig.

Weniger Ärger mit Waschbären

Die afrikanische Schweinepest sei noch nicht in Daubringen gelandet. Wenn das Virus aber einmal angekommen sei, befürchtet Alffen Schäden in Milliardenhöhe für die Landwirte. Bei jedem geschossenen Wildschwein werde nun eine Tupferprobe zur Untersuchung abgegeben.

Die Pacht für das abgelaufene Jagdjahr fließt in die Wildschadenrücklage. Vorgestellt wurden die Jungjäger Nils Wagenbach und Markus Simon.

Jagdpächter Hauer meinte, der Ärger mit dem Waschbären sei wohl etwas abgeklungen. Man müsse sich mit der neuen Tierart arrangieren. Er begrüße die Schonzeit, damit Waschbärmütter ihre Jungen aufziehen könnten. Der Abschussplan sei erfüllt worden: 25 Rehe kamen zu Tode, allein zwölf durch Unfälle. Schwerpunkte sind die Gießener Straße zum Lollarer Kreuz und die Daubringer Straße in der Lumdaaue (Zunahme des Verkehrs aus dem Neubaugebiet in Lollar). Sauen sind im Revier Wechselwild, hätten keine Schäden verursacht, so Hauer. Weitere Verkehrsopfer: ein Fuchs, zwei Dachse, drei Waschbären.

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