02. März 2017, 20:20 Uhr

»Das sind Rückeschneisen«

02. März 2017, 20:20 Uhr
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Von Thomas Brückner
Tiefe Spuren im Waldboden: Meist unvermeidliche Folge des Maschineneinsatzes bei der Holzernte, wie hier zu sehen am Reiskirchener Nonnenköppel. (Foto: tb)

Der Nonnenköppel oberhalb der Kirschbergschule dient den Reiskirchenern als Naherholungsgebiet. Ein Weg mit wassergebundener Decke führt um das Wäldchen herum, die Nähe zum freien Feld lockt Spaziergänger, mit und ohne Hund. Was einigen Zweibeinern unter ihnen nun sauer aufstieß: Als aktuell unvermeidliche und vielerorts zu beobachtende Folge der Holzernte, des Einsatzes schwerer Maschinen auf aufgeweichtem Boden, wurden vor allem die Wege im Wäldchen selbst in Mitleidenschaft gezogen.

Ohne Arbeiten keine Sicherheit

Harald Voll, Leiter des zuständigen Forstamtes Wettenberg, bittet um Verständnis. Beauftragte Firmen arbeiteten so schonend wie möglich, auch hier sei unter forsttechnischen Aspekten saubere Arbeit geleistet worden. Einzelne Schäden allerdings ließen sich nicht vermeiden, genauso wenig wie Verschmutzungen. Im Übrigen aber beträfen die Klagen in Sachen »Nonnenköppel« Rüc-keschneisen, nicht Waldwege. Dennoch sei man bestrebt, die tiefsten Spurrillen wieder glatt zu ziehen.

Was die befestigten Wege außerhalb des Forstes angeht, würden dort Schäden grundsätzlich wieder behoben, nur müsse dafür die Witterung stimmen. Dass zuvor das aufgearbeitete und zu Poldern gestapelte Holz erst abgefahren wird, versteht sich von selbst. Grundsätzlich merkte der Amtsleiter am Ende des GAZ-Gesprächs noch an, die Forstverwaltung befinde sich oftmals in einer Zwickmühle, wenn etwa die Pflicht zu Verkehrssicherungsmaßnahmen im Wald mit den Ansprüchen der Erholungssuchenden nicht zusammengingen.



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