07. April 2017, 10:00 Uhr

Volksfest

Das ist neu beim Licher Wiesnfest in Pohlheim

Die Vorbereitungen für das Wiesnfest laufen auf Hochtouren - und die Verantwortlichen verraten letzte Details zum bayerischen Volksfest auf der Mockswiese. Denn in drei Wochen geht's los.
07. April 2017, 10:00 Uhr

Ein Gabelstapler fährt über die Wiese und befördert Teile der Zeltwand an die richtige Stelle. Etwas weiter hinten kämpft ein Arbeiter mit der Plane. Untermalt wird das Gewerke von lauten Motoren und Gehämmere. Willkommen auf der Mockswiese in Watzenborn-Steinberg, wo heute in drei Wochen das Licher-Wiesnfest eröffnet wird. Damit es am 28. April aber auch »O’zapft is« heißen kann, muss noch einiges getan werden. Das hat Richard Stoiß, Geschäftsführer der Veranstaltungsfirma Bill-Event, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Festzelt betont.

»Mit der Planung und der Organisation befinden wir uns jetzt auf der Zielgeraden, der Zeltaufbau hat bereits Ende März begonnen«, sagte Stoiß. Das Zelt sei zwar schon errichtet, der komplette Innenausbau stehe aber noch an. Dazu gehöre in diesem Jahr auch die Installation eines zweiten Schankbereichs auf der gegenüberliegenden Seite der bisherigen Schänke. Dadurch sollen die 110 Servicekräfte die Gäste schneller mit Bier versorgen können. Apropos: Beim Frühschoppen am 1. Mai wird erstmals ein Weißbierbock ausgeschenkt, das im Kloster Ettal gebraut wird.

Weitere Neuerungen: Die komplette Toilettenanlage wird überdacht und soll bei Bedarf auch beheizt werden. Nachdem bereits vor zwei Jahren die Musikanlage neu angeordnet wurde, soll in diesem Jahr ein weiteres sogenanntes Delay eingebaut werden. »Dann kann man vorne im Eingangsbereich besser verstehen, was auf der Bühne gesprochen wird«, sagte Stoiß. Ein weiterer Vorteil der Neuanordnung der Lautsprecher: Vorne muss nicht mehr mit so viel Power gespielt werden, um alle Gäste zu erreichen. Das freut auch die Nachbarn.

Liveübertragung auf Bildschirm

Obwohl einige Anwohner mit Sicherheit auch im Zelt sitzen werden, wenn vom 28. April bis 7. Mai zünftig gefeiert wird. Zum Opening am 28. April kommen unter anderem voXXclub und die Münchner Zwietracht. Zur ersten Wiesnhitnacht am Folgetag geben sich etwa Dauergast Mickie Krause und die Powerkryner die Ehre. Zum Tanz in den Mai stehen Beatrice Egli und die Trenkwalder auf der Bühne. Den Frühschoppen am 1. Mai begleiten Simmisamma. Bei der zweiten Wiesnhitnacht am 5. Mai sind zum Beispiel die Dorfrocker und Peter Wackel am Start. Einen Abend später bei der dritten Wiesnhitnacht stehen Ross Antony und die Blechblos’n auf der Bühne. Und zum Abschluss am 7. Mai kommen zur Weiber-Wiesn noch einmal voXXclub, Peter Wackel und Mickie Krause auf die Mockswiese.

Erstmals in der neunjährigen Geschichte des Volksfests werden auch jene Gäste das Treiben auf der Bühne verfolgen können, die es sich vor dem Zelt in der Wiesn-Hütte gemütlich gemacht haben. Bild und Ton werden live auf einen Bildschirm übertragen. »Außerdem wird es eine Speisekarte geben, das komplette Essensangebot wird auch in der Hütte serviert«, kündigte Stoiß an. Wenn das Zelt am 7. Mai bei den Weiber-Wiesn für Männer tabu bleibt, können die Lederhosenträger in der Hütte unter sich feiern.


Große Taschen sind verboten

Damit auch alles friedlich bleibt, sollen in diesem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden. Taschen und Rucksäcke, die größer als das DIN-A4-Format sind, müssen draußen bleiben. Bei der Einlasskontrolle sollten die Gäste daher etwas mehr Zeit einplanen. Auch das Security-Personal werde aufgestockt und schaue auf dem Weg zu den Busparkplätzen ebenfalls nach dem rechten. »Die Zeiten haben sich leider geändert«, begründete Stoiß die Maßnahmen.

Neben dem Bill-Geschäftsführer waren auch Bürgermeister Udo Schöffmann, FFH-Moderator Daniel Fischer, Ulrich Kuhn von der heimischen Feuerwehr sowie Holger Pfeifer von der Licher-Brauerei zur Pressekonferenz gekommen. Allesamt lobten sie die gute Zusammenarbeit und drückten ihre Vorfreude auf die Gaudi aus. Schöffmann kündigte derweil an, den Fassbieranstich dieses Mal besser hinkriegen zu wollen. Vergangenes Jahr hatte der Rathauschef zwölf Schläge gebraucht, bis der Gerstensaft floss. Ein paar Tage bleiben ihm ja noch zum Üben.

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