14. Juni 2018, 22:06 Uhr

»Das Schwierigste ist der Kopf«

Wenn der Kopf erst einmal abschaltet, klappt es. »Nur nicht zu viel nachdenken«, sagt Tanzlehrer Frank Boßmann. Er bringt zusammen mit seiner Frau Christiane Paaren die richtigen Tanzschritte bei. Sehr beliebt: der Discofox. Immer mehr Menschen wollen diesen Tanz lernen. Das können sie demnächst in Lich.
14. Juni 2018, 22:06 Uhr
Frank Boßmann

Irgendwann tanzt jeder. Bei Partys oder im Kirmeszelt. Da geht es paarweise oder alleine. Wer meldet sich zu Ihrem Discofox-Kurs an?

Frank Boßmann: Das geht über alle Altersgruppen, unser ältester Teilnehmer war 85 Jahre alt.

Früher gingen Jugendliche in die Tanzschule und lernten Gesellschaftstänze. Heute könnte jeder so über die Tanzfläche tanzen, wie es gefällt. Warum wollen Menschen Discofox lernen?

Boßmann: Discofox ist ein Tanz, den man auf 85 Prozent der aktuellen Musik tanzen kann und der so universell ist, dass er viel erlaubt und einfach nur Spaß macht. Er lässt sich relativ leicht erlernen, und Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein.

Bieten Sie deshalb einen Ein-Tages-Kurs an?

Boßmann: Genau. Es ist ein Crash-Kurs für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse. Wer danach noch weitertanzen und mehr lernen möchte, besucht unseren Aufbaukurs.

Was ist die Herausforderung bei einem solchen Kurs?

Boßmann: Die Paare müssen sich auf Führung einlassen. Dabei sind die Rollen klar verteilt. Die Herren führen – die Damen lassen sich führen. Das gilt aber generell im Paartanz, also nicht nur für den Discofox.

Klappt das?

Boßmann: Das kommt natürlich auf das einzelne Paar an, aber schon nach kurzer Zeit geht es ganz gut.

In vielen Tanzkursen sind die Damen im »Überschuss«, es finden sich wenig Männer, die zu einem Kurs mitgehen. Wie ist das bei Ihnen?

Boßmann: Zu unseren Kursen kann man sich nur als Paar anmelden, somit kennen wir dieses Problem nicht. Wer sich da zusammenfindet, ist aber ganz unterschiedlich. Paare, Nachbarn, Kollegen und Freunde. Hauptsache, es finden sich zwei Menschen, die gerne miteinander tanzen wollen. Auch gleichgeschlechtliche Paare sind nicht selten und herzlich willkommen.

Kommt es auch manchmal zu Unstimmigkeiten beim Paar?

Boßmann: Klar »rumpelt« es mal, wie überall, wo Menschen miteinander umgehen. Aber da haben wir aus unserer über 30-jährigen Berufserfahrung immer das passende Mittel, um auch das zu klären.

Was ist das Schwierigste bei Ihrem Kurs?

Boßmann: Der Kopf der Teilnehmer. Größtes Hindernis ist das analytische Denken. Wenn jede Bewegung vor ihrer Ausführung überlegt wird, hemmt es den Bewegungsablauf. Der Grundschritt wird in unserem Kurs sehr intensiv geübt, sodass man sich danach nur noch auf die Führung konzentrieren muss. Ab dem Moment fängt es an, richtig Spaß zu machen.

Also kann so ein Tanzkurs etwas sehr entspannendes und auch befreiendes haben?

Boßmann: Absolut. In dieser Zeit denkt man nicht an die Arbeit oder andere Probleme. Man ist im Hier und Jetzt zusammen mit dem Partner und der Musik.

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