30. Juni 2017, 20:00 Uhr

Das Jahr eins nach Udo Wrackmeyer

30. Juni 2017, 20:00 Uhr
Vorstand Rainer Schäfer-Prößer, Hans-Albert Bender, Norbert Kempf vom Genossenschaftsverband, Aufsichtsratsvorsitzender Volker Kreiling und Vorstand Henry Koch.

Erstmals seit über zwei Jahrzehnten fand eine Vertreterversammlung der Volksbank Heuchelheim ohne Udo Wrackmeyer statt. Die 300 Vertreter der insgesamt fast 10 200 Mitglieder und Anteilseigener der Bank gedachten in der »Turnhalle« des im Spätsommer letzten Jahres allzu früh verstorbenen Vorstandsmitgliedes. Wrackmeyer hatte einen maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung der Volksbank Heuchelheim und habe eine wichtige Ära der traditionsreichen Geschichte des genossenschaftlichen Unternehmens geprägt.

Überdurchschnittliches Wachstum

Der 38 Jahre alte Henry Koch, seit Oktober 2017 als Nachfolger Wrackmeyers neuer Markt-Vorstand der Bank, skizzierte die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter deren Einflüssen die Volksbank Heuchelheim als wirtschaftliches Unternehmen agieren muss. Dass dies auch im Geschäftsjahr 2016 trotz schwieriger fiskalpolitischer Umstände gut gelungen ist, belegen die von Vorstand Rainer Schäfer-Prößer vorgelegten Zahlen. Die Geschäftsbilanz 2016 zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches Wachstum der Bilanzsumme – um gut 31 auf nun 462 Millionen Euro – aus. Maßgeblich verantwortlich für dieses Plus war die Entwicklung der Einlagen. »Trotz Guthabenzinsen, die auf dem Finanzmarkt gegen null tendieren, war die Volksbank Heuchelheim von Privatpersonen wie mittelständischen Unternehmen als sicherer Verwalter von Vermögenswerten gefragt«, so Schäfer-Prößer.

Die Kundeneinlagen stiegen um 30 auf 390 Millionen Euro. Auch als Kreditgeber war das mit seiner Zentrale in der Heuchelheimer Jahnstraße ansässige Institut von Interesse. Die Ausleihen beliefen sich zum Stichtag auf 232 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 3,5 Prozent entspricht.

Der Jahresüberschuss 2016 in Höhe von 1,2 Millionen Euro lag über dem Vorjahresniveau. Und das, so die Vorstände Schäfer-Prößer und Koch, »trotz anhaltender Niedrigzinsphase, trotz unverhältnismäßiger Regulatorik, einer dynamisch wirkenden Digitalisierung, neuen Wettbewerbern oder der demografischen Herausforderung«. Nach Zuführung zu den gesetzlichen sowie anderen Ergebnisrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 675 000 Euro, von dem wiederum insgesamt 227 000 Euro als sechsprozentige Dividende an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Und schließlich erhöhte sich das Eigenkapital der Volksbank Heuchelheim auf über 40 Millionen Euro, was 8,8 Prozent der Bilanzsumme entspricht.

Insgesamt zeigen sich die Mitglieder und Vertreter mit dem Kurs der Volksbank sehr zufrieden, was auch in den Abstimmungen deutlich wurde. Deutlich wurde zudem, dass Vorstand, Aufsichtsrat und Mitglieder die finanziellen, wirtschaftlichen und persönlichen Grundlagen für einen Weiterbestand der Volksbank Heuchelheim, die derzeit 111 Mitarbeiter beschäftigt, als eigenständiges Institut in der heimischen Bankenlandschaft als sicher ansehen.

Nach 30 Jahren schied Hans-Albert Bender (Biebertal) aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat der Volksbank Heuchelheim aus. An seiner Stelle wählte die Vertreterversammlung die 47 Jahre alte Steuerberaterin Christiane Petersdorff (Biebertal) in das Aufsichtsgremium. Für drei weitere Jahre bestätigt wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Karola Brückmann (Lahnau) und Jutta Leib-Ehlicker (Biebertal). (Foto: sel)

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