30. Oktober 2018, 21:57 Uhr

DGB: Wohnungsmangel nicht nur in Ballungsräumen

30. Oktober 2018, 21:57 Uhr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt vor einer wachsenden Wohnungsnot auch im Gießener Land. Der Wohnungsmangel konzentriere sich zwar im Bereich des Regierungspräsidiums Gießen auf die Oberzentren, aber auch in Mittel- und Unterzentren finden Haushalte mit niedrigem und geringem Einkommen inzwischen kaum bezahlbaren Wohnraum. Noch schwieriger ist die Situation für Behinderte mit Bedarf nach Barrierefreiheit, heißt es in der Mitteilung von DGB-Regionsgeschäftsführer Matthias Körner.

Laut einer Studie des Pestel-Institutes müssen im Regierungsbezirk Gießen mindestens 4344 Wohnungen jährlich gebaut werden, um den künftigen Wohnungsbedarf zu decken. In den vergangenen drei Jahren wurden im Schnitt jedoch nur 2905 Wohnungen fertiggestellt. Bereits Ende des vergangenen Jahres fehlten 8157 Wohnungen auf dem Markt. Im ländlichen Raum dürfe nicht vernachlässigt werden, dass ein Großteil des Leerstandes in Dorfkernen nicht den heutigen Anforderungen an modernisierte Wohnungen entspricht. Auch hier bestehe Handlungsbedarf. Zudem sei der Ort des Leerstandes nicht zwangsläufig der Ort, an dem Wohnungen gesucht werden.

Körner fordert, dass Sozialwohnungen dauerhaft gebunden werden. Bei der Vergabe öffentlicher Grundstücke müsse ein fester Anteil bezahlbarer Wohnungen vorgeschrieben werden.

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