04. April 2018, 21:06 Uhr

Comeback der »Gartenzwerge«

04. April 2018, 21:06 Uhr
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Von Constantin Hoppe
Der Nachwuchs für Obst- und Gartenbauvereine wächst nicht an den Bäumen. In Großen-Linden wird nun die Kindergruppe neu gegründet (links: das neue Betreuerteam der Nachwuchsgruppe). (Fotos: con/pad)

Der Frühling kündigt sich in Mittelhessen an. Damit haben auch die Obst- und Gartenbauvereine wieder viel Arbeit vor sich. Wie schön die Arbeit im Garten sein kann, dass will man jetzt in Großen-Linden auch Kindern vermitteln: Hier entsteht nach einigen Jahren Pause wieder eine Kinder- und Jugendgruppe des OGV. Und die ist jetzt schon sehr gefragt.

Noch vor einigen Jahren gab es sie: Die »Gartenzwerge« des Obst- und Gartenbauvereins Großen-Linden. Doch der Kindergruppe des Vereins fehlte der Nachwuchs. Vor etwa fünf Jahren löste sich die Gruppe auf. Dank des Engagements von Annegret Heikkinnen, Vorstandsmitglied beim OGV Großen-Linden, entsteht jetzt eine neue Jugendgruppe – und die kommt schon jetzt gut an: »Die Gruppe ist jetzt schon mit 16 Teilnehmern voll«, erklärt Heikkinnen. Starten soll die Kindergruppe ab dem 20. April. Geplant ist ein Treffen jeden zweiten Freitag für 90 Minuten. Die Kinder sind zwischen dreieinhalb und zehn Jahren alt und sollen in zwei Gruppen betreut werden.

Dabei steht in erster Linie die Arbeit im Garten im Vordergrund: »Wir wollen Kindern das naturnahe Gärtnern vermitteln und ihnen zeigen, dass das Gemüse nicht im Supermarkt wächst«, sagt Heikkinnen, der man schon deutlich anmerken kann, dass sie sich auf die Arbeit mit der Kindergruppe freut. »Aber auch andere Themen, wie etwa der Insektenschutz, werden behandelt«. Daneben soll auch ein Lehrgarten-Tagebuch mit Bildern oder Texten von den Kindern angelegt werden. Damit genügend Platz vorhanden ist (und die angelegten Gemüsebeete nicht bei Feiern geplündert werden), steht neben dem Lehrgarten auch noch ein Privatgarten für die Arbeit in der Gruppe zur Verfügung. »Meine Schwester hat sich bereit erklärt, bei der Betreuung zu helfen und hat auch ihren Garten bereitgestellt«, sagt Heikkinnen.

Neben Heikkinnen und ihrer Schwester gehören auch die Schriftführerin des OGV Großen-Linden Angelika Schmandt – übrigens das letzte Mitglied der vor einigen Jahren eingestellten Gartenzwerge – der zweite Vereinsvorsitzende Reinhard Ackermann und Beate Ackermann zum Betreuer-Team der neuen Gruppe. Wie genau man die Stunden im Garten mit den Kindern gestaltet, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt: »Keiner von uns hat bisher eine Kinder oder Jugendgruppe geleitet – da kommt noch viel Neues auf uns zu«. Fest steht jedoch, dass man die Betreuung in zwei Altersgruppen organisieren möchte. Unter anderem planen die Betreuer bereits eine Aktion für den Herbst: »Wir wollen gerne die Zutaten für eine Kürbissuppe mit den Kindern anbauen, ernten und die Suppe dann zusammen kochen«, erklärt Heikkinnen. Daneben plant man schon jetzt, im Rahmen des Kelterfest des OGV mit den Kindern eigenen Saft zu kochen. Auch ein Hochbeet soll angelegt werden.

Welchen Erfolg die Arbeit im eigenen Garten bei Kindern haben kann, weiß Heikkinnen von ihren eigenen Söhnen: »Einer meiner Söhne mag überhaupt kein Gemüse – aber wenn er eine Möhre selbst aus der Erde gezogen hat, isst er sie auch«. Ihre drei Kinder sind auch in der neu entstehenden Gruppe dabei, der größte Teil der Mitglieder stammt jedoch von Eltern, die keine Mitglieder im Verein sind.



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