19. Mai 2019, 18:42 Uhr

Bunt und wetterfest

19. Mai 2019, 18:42 Uhr
Gut beschirmt und warm eingepackt spielen »Banda Bariolée« ein kurzweiliges Konzert.

»Der Hausmeister hat gesagt, die Busecker kommen bei jedem Wetter.« Diese Aussage stimmten die Musiker von »Banda Bariolée« zuversichtlich. Sie holten Winterjacken- und Stiefel hervor, um trotz Kälte und Nieselregen ihren Auftritt bei »Musik im Schlosspark« durchzuziehen. Und tatsächlich: 18 Hartgesottene und ein Baby kamen.

75 Minuten Konzert im Nieselregen

Für den erst vier Monate alten Linus war es das zweite Open-Air-Konzert. »Die Eisheiligen sind eigentlich vorbei, aber die kalte Sophie hat noch einen Tag drangehängt«, meinte Claus Bühler. »Es ist gar nicht so einfach, mit eiskalten Fingern Gitarre zu spielen.«

Er und seine Mitstreiter Achim Schwarz-Tuchscherer (Percussion), Gudrun Kruschewski (Bass, Cello, Gesang) und »Aushilfe« Peter Felder (Querflöte und Saxofon) nahmen es mit Humor. Felder war für die erkrankte Rita Kobel eingesprungen. Eine professionelle Seiltänzerin, wie Bühler verriet. Überhaupt seien alle Bandmitglieder sehr kreativ unterwegs, und das nicht nur musikalisch. Darauf soll auch der Bandname hinweisen: Bariolée kommt aus dem Französischen und bedeutet »bunt«.

Bühler: »Wir sind nicht im Internet unterwegs, sondern mit Freunden, spielen auf deren Festen und zu unseren eigenen Geburtstagen. Wir haben unsere Karriere noch vor uns.« Aber so ganz auf den privaten Bereich beschränkten sich die Auftritte der Band bislang nicht. Das wäre auch schade, denn im Café Zeitlos und in der Vitos Kapelle in Gießen, bei KuKuK in Wißmar und im Hungener Schlossgarten sorgte die Band mit ihrer feinen und handgemachten Musik für Begeisterung bei den Gästen. Seit zehn Jahren musizieren sie gemeinsam. Und das merkt man. Gut aufeinander eingespielt, gefielen sie auch in Buseck mit etlichen Jazz-Stücken und Bossa Novas, trotzten mit einer Summer-Samba dem Wetter, ließen den Beatles-Hit »Blackbird« aus den 1960er Jahren erklingen und erfreuten mit dem Klassiker von Frank Sinatra »Fly me to the moon« als Zugabe. Das war um 19.20 Uhr und damit 75 Minuten nach Konzertbeginn. Da gebührte der Abschlussapplaus nicht nur den Musikern, sondern auch den »wetterfesten« Zuhörern. (Foto: siw)

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