24. Januar 2017, 20:44 Uhr

Bürgermeister wettert

»Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden, auch um junge Menschen in der Region zu halten. Die Bürgerbeteiligung in verschiedenen Programmen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Kreistag und macht vor Grenzen nicht halt.« Das sagte Kirsten Fründt, Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und Ehrengast beim Neujahrsempfang der Langgönser SPD im Bürgerhaus Lang-Göns.
24. Januar 2017, 20:44 Uhr
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Aus der Redaktion
Landrätin Kirsten Fründt (3. v. l.) mit SPD-Spitzenleuten beim Neujahrsempfang.

»Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden, auch um junge Menschen in der Region zu halten. Die Bürgerbeteiligung in verschiedenen Programmen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Kreistag und macht vor Grenzen nicht halt.« Das sagte Kirsten Fründt, Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und Ehrengast beim Neujahrsempfang der Langgönser SPD im Bürgerhaus Lang-Göns.

Ortsvereinsvorsitzende Anja Asmussen stellte fest, dass es bei einem Teil der Menschen im Land einen immer lauter werdenden Unmut und große Verunsicherung gebe. Populisten fänden angesichts dieser Stimmung ein ideales Umfeld. »Deshalb sollten wir uns in Langgöns immer wieder darum bemühen, Bürger in den Dialog einzubinden und uns starkzumachen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft«, betonte sie.

Röhrig ließ die vergangenen 40 Jahre der Großgemeinde Revue passieren. »Seitdem hat sich die Gemeinde sehr gut entwickelt. Die Einwohnerzahl stieg von 8600 auf rund 11 800 Menschen an. Wir haben in Langgöns in allen Ortsteilen eine hohe Lebensqualität und einen solidarischen Zusammenhalt«, sagte er. Dazu hätten die Sozialdemokraten einen entscheidenden Anteil geleistet. Auf der negativen Seite stehen für Röhrig aktuell zwei Themen: »Die Ablehnung der geplanten Ansiedlung der Deutschen Post DHL im Gewerbegebiet Perchstetten ist unbefriedigend, 70 bis 80 Beschäftigte hätten dort arbeiten können. So lässt sich keine gute Entwicklung machen«, kritisierte er in Richtung der Koalition aus CDU/FDP und Grünen. Auch die Verzögerung bei der Neuverpachtung des Kalksteinbruchs in Niederkleen, die ebenfalls der Koalition zugeschrieben werden müsse, ärgert ihn: »Diese Verpachtung gibt richtig Kohle für die Gemeinde, das geht nicht, dass wir hier so arbeiten, sonst werden wir nicht mehr attraktiv sein«, warnte er.

Fründt legte Eckpunkte ihrer Arbeit dar, die sie unter dem Schlagwort »Infrastruktur und soziale Gerechtigkeit« zusammenfasste, darunter die wirtschaftliche Vernetzung der mittelhessischen Regionen und die Anbindung an die Region Rhein-Main. (Foto: baf)



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