Kreis Gießen

Bildung hilft gegen Populismus

Das Schuljahr ist beinahe vorbei und das bedeutet für die Abiturienten auch Abschiednehmen: Abschied von über einem Jahrzehnt Schulzeit, von Freunden, Klassenkameraden und Lehrern. Ein großer Wandel im Leben der nun ehemaligen Schüler steht an, sie stehen vor neuen großen Herausforderungen: Ein Jahr im Ausland, ein freiwilliges soziales Jahr, Studium oder der Start ins Berufsleben sind für viele die Perspektive. Dieser Wechsel wird passend vom Namen der Skulptur beschrieben, die vor der Gesamtschule Hungen prangt: »Der Sprung ins Leben«.
10. Juni 2018, 19:58 Uhr
Constantin Hoppe
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Zahlreiche Schüler werden für besondere Leistungen und Aktivitäten ausgezeichnet. (con)

Das Schuljahr ist beinahe vorbei und das bedeutet für die Abiturienten auch Abschiednehmen: Abschied von über einem Jahrzehnt Schulzeit, von Freunden, Klassenkameraden und Lehrern. Ein großer Wandel im Leben der nun ehemaligen Schüler steht an, sie stehen vor neuen großen Herausforderungen: Ein Jahr im Ausland, ein freiwilliges soziales Jahr, Studium oder der Start ins Berufsleben sind für viele die Perspektive. Dieser Wechsel wird passend vom Namen der Skulptur beschrieben, die vor der Gesamtschule Hungen prangt: »Der Sprung ins Leben«.

Fleiß und Verständnis

Am Samstag erhielten 49 Schülerinnen und Schüler nach 13 Schuljahren – davon bei den meisten neun Jahre auf der Hungener Gesamtschule – ihr Abiturzeugnis, und das ist für sie der Startschuss für einen neuen Lebensabschnitt. »Bildung ist das beste Werkzeug gegen Populismus«, erklärte Schulleiter Manfred Lamotte über die Bedeutung einer guten Schulbildung. »Gegen die Stimmungsmache von Populisten – wie beispielsweise Donald Trump – hilft nur Solidarität«, nur mit Fleiß, Wissen und Verständnis füreinander könne man hier eine Veränderung erreichen, erklärte Lamotte weiter.

Acht Schüler – fast 20 Prozent des Jahrganges – schafften dabei einen Notendurchschnitt, bei dem eine Eins vor dem Komma steht. Besonders erfolgreich waren Melissa Schmidt (Notendurchschnitt 1,1), Mia Lintl (1,3) und John Beinecke (1,4). Im Fach Chemie taten sich besonders Lara Rautschka und Bastian Swoboda hervor und erhielten dafür den Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker. Den Physiker-Preis der deutschen physikalischen Gesellschaft für besondere Leistungen erhielten Heidi Meyer und Pascal Waldschmidt. Und im Fach Mathematik zeichnete sich besonders Bright Baah Nimrod aus.

Gemeinsam mit der Stadt ehrt die Gesamtschule zudem Schüler, die sich in den künstlerischen Fächern durch Leidenschaft und Kreativität auszeichnen. In diesem Jahr bewiesen Elisa Seibert und Chiara Boßmann großes Talent im Leistungskurs Kunst. Gleich viermal eine Eins gab es bei den Prüflingen im Fach »Darstellendes Spiel«: Kevin Friedrich, Lars Benedict Hoppe, Melina Wagner und Lara Rautschka.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Bildung-hilft-gegen-Populismus;art457,443600

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