05. September 2017, 19:41 Uhr

Bei den Eltern im Wort

05. September 2017, 19:41 Uhr

Von Montag an kann im Jugendhaus der evangelischen Kirchengemeinde Krofdorf-Gleiberg umgebaut werden, um dort die Räumlichkeiten für den Betrieb einer Kindergartengruppe herzurichten. Bis Jahresende, so der aktuell vorgelegte Zeitplan, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass die Betreuung dort im Januar starten kann. Es entsteht eine Außenstelle der kommunalen Kita Schatzkiste (Hauptstraße), denn es sind in Krofdorf-Gleiberg rund 20 Kinder unversorgt.

Am Montag gaben Sozialausschuss und Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung in einer Sondersitzung grünes Licht und ermächtigten die Verwaltung, Aufträge rauszugeben. Nötig wurde die Sondersitzung unter anderem deshalb, weil die Ausschreibung überraschende Ergebnisse zeitigte: Die Angebote lagen mit 347 000 Euro gut ein Drittel über der ersten Kostenschätzung der Planer. Da ist nochmals nachgesteuert worden, und die Gesamtkosten liegen nun bei 337 500 Euro. Zugesagt sind vom Land Hessen 60 000 Euro Fördermittel, weitere 30 000 Euro sind beantragt. Ob der Kosten gab es seitens der Kommunalpolitiker nochmals Gesprächsbedarf, zumal die Kommune rund 90 Prozent der Kosten schultert. »Die Preise passen einfach nicht«, beklagt Bürgermeister Thomas Brunner. Er führt dies auf eine Überlastung des Marktes zurück.

Die Zeit drängt

Doch die Zeit drängt, denn die Gemeinde ist bei den Familien im Wort: Ehedem war davon ausgegangen worden, noch in der zweiten Hälfte dieses Jahrs die fehlenden Betreuungsplätze bereitstellen zu können. Wenn man jetzt nicht handele, um zum Jahreswechsel ein Angebot zu haben, so müsste man den Eltern Alternativen anbieten, legte Brunner am Montag im Ausschuss dar.

Konkreter ermittelt wurde auch noch einmal, was ein weiterer Pavillon im Garten der Schatzkiste an der Hauptstraße kosten würde: Da käme man auf etwas mehr als 400 000 euro, sagte der Bürgermeister. Die Kostenseite spräche also nicht für diesen Weg; zudem fehlt es dort an der geeigneten Fläche, und bei einem Bau im Garten würde man sich eine erschwert zugängliche Baustelle schaffen.

Für SPD und Freien Wähler wie auch Grüne ist klar, dass die Gemeinde den Eltern gegenüber in der Pflicht ist und realistischerweise keine andere Gelegenheit hat, das den Eltern gegebene Versprechen einzulösen, als eben jetzt das Jugendhaus umzubauen. Auch die CDU trägt das Vorhaben mit

Pfarrer Christoph Schaaf erinnerte dran, dass es innerhalb der Kirchengemeinde breite Zustimmung für das Gemeinschaftprojekt mit der Gemeinde gibt; das Presbyterium hat bereits im März sein Okay gegeben. Er hätte sich gewünscht, dass die Umsetzung noch schneller geht beim Bau des Hauses »zum Wohl der Kinder und Familien«.

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