Kreis Gießen

»Bauer Kall« und der Maharadscha

»Die Karawane zieht weiter« sang das Froschquartett mit Holger Düringer, Klaus Haas, Matthias Rüb und Axelt Wetzel und dem ganzen Saal am Samstagabend passend zum Motto des Dorf-Güller Faschingsballs »1000 und eine Nacht«. Die vier diesmal orientalisch verkleideten »singenden Frösche« waren eines von zahlreichen Programmteilen, die nicht nur in Traumwelten von Sindbad und Co. entführten. Der »Maharadscha von Dorf-Güll« mit Matthias Rüb zauberte aus seiner Öllampe neben Tanz und Gesang zudem humorvolle Büttenreden in die voll besetzte Klosterwald-Narrhalla. Die bunt kostümierten Narren waren begeistert beim Faschingsball dabei, den die Vereinsgemeinschaft Dorf-Güll traditionell organisiert hatte.
27. Februar 2017, 20:21 Uhr
Roger Schmidt

»Die Karawane zieht weiter« sang das Froschquartett mit Holger Düringer, Klaus Haas, Matthias Rüb und Axelt Wetzel und dem ganzen Saal am Samstagabend passend zum Motto des Dorf-Güller Faschingsballs »1000 und eine Nacht«. Die vier diesmal orientalisch verkleideten »singenden Frösche« waren eines von zahlreichen Programmteilen, die nicht nur in Traumwelten von Sindbad und Co. entführten. Der »Maharadscha von Dorf-Güll« mit Matthias Rüb zauberte aus seiner Öllampe neben Tanz und Gesang zudem humorvolle Büttenreden in die voll besetzte Klosterwald-Narrhalla. Die bunt kostümierten Narren waren begeistert beim Faschingsball dabei, den die Vereinsgemeinschaft Dorf-Güll traditionell organisiert hatte.

Nach dem Einzug des Maharadschas von Dorf-Güll war dann auch zunächst mal die GBK-Funkengarde (Trainerin Ramona Funk) aus dem benachbarten Grüningen dran, deren flotte Mädchen einen zackigen Gardetanz aufs Parkett legten. »Die bucklige Verwandtschaft« treibt überall ihr Unwesen, wusste in der Bütt dann Anni Müller aus Erfahrung, bevor dann die HipHops (Trainerin Corina Scholl) mit Hits aus den 80ern eine tolle Tanzchoreografie boten. Das legendäre Dorf-Güller Froschquartett brachte darauf unter anderem mit der »Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe« und »Oh Mustafa, oh Mustafa« den Saal zum Mitsingen.

Orden mit »Worscht und Schnaps«

Als »Frau des Bürstenbinders« wusste Marina Reitz in der Bütt: »Sauberkeit ist das Gebot. Bürsten, Bürsten, das tut not!« Was fürs Auge gab es dann von den Hot Girls der Dorf-Güller Feuerwehr (Trainerin Bianca Mais), die zeigten was zu tun ist, wenn es brennt. Weiter ging’s mit Tanz, diesmal mit den Muschenheimer Dance’n’Motion (Trainerin Doro Schultheis) als grüne Kobolde. »Über Gott und die Welt« und vor allem im Mikrokosmos des beschaulichen Dorf-Güll berichtete Holger Düringer in seinem gereimten Büttengesang.

Starke Männerbeine unter begnadeten Körpern brachte die Männertanzgruppe Leihgestern (Trainerin Simone Riedl) bei alpenländischen Hits zum Tanzen. Dorfgeschichten aus Dorf-Güll gab es dann noch von Michael Seehawer als der obligatorische »Bauer Kall«, unter allgemeinem Gelächter serviert.

»Atemlos« sang die OGV-Gesangsgruppe mit Matthias Rüb, Gerhard Schneidmüller, Martin Diehl, Michael Wagner und Jens Lehmann Hit auf Hit und brachte damit den Saal zum Singen, Schunkeln und Klatschen. Gute-Laune-Stimmung war damit garantiert, bevor zum großen Finale mit allen Akteuren noch einmal mit den Tragerl-Tanzfreunden (Trainerin Lara Seehawer) orientalischer Schautanz mit Haremsdamen, Wunderlampe und fliegendem Teppich zum Einsatz kamen. Dafür und vieles andere gab es Raketen und für alle Akteure Orden mit »Worscht und Schnaps«. Bis weit nach Mitternacht wurde bei Stimmungsmusik der Kapelle »Biebertaler Buben« beim Dorf-Güller Faschingsball gefeiert.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Bauer-Kall-und-der-Maharadscha;art457,217171

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