22. Oktober 2015, 18:33 Uhr

Autorenduo Kaiser/Lohwasser gewinnt den Phantastik-Preis

Biebertal/Wettenberg (bnf). Vier Jahre nach ihrem ersten großen Erfolg als Autoren standen Vanessa Kaiser aus Biebertal und Thomas Lohwasser aus Wettenberg erneut im Laudatorenfokus: Mit seiner Kurzgeschichte »Der letzte Gast« gewann das Autorenduo am Wochenende in Dreieich bei Frankfurt den Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie Beste deutschsprachige Kurzgeschichte.
22. Oktober 2015, 18:33 Uhr
Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser waren einmal mehr erfolgreich. (Foto: pm)

Und mit der Anthologie »Dunkle Stunden«, für die beide als Herausgeber fungieren und aus der die gekürte Kurzgeschichte stammt, wurden Kaiser und Lohwasser Vierte in der Wertung Beste Original-Kurzgeschichtensammlung.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Buchmesse Convent statt, einer Nebenveranstaltung zur Frankfurter Buchmesse. Der Phantastik-Preis wird jährlich vergeben. Er ist der Phantastikliteratur.Publikumspreis. Neben der besten Kurzgeschichte und der besten Anthologie werden dabei beispielsweise auch das beste Romandebüt und der beste deutschsprachige Roman prämiert.

»Das Unheil nimmt seinen Lauf«

Hernach waren die jungen Autoren aus dem Gleiberger Land überglücklich. »Wir möchten noch einmal allen danken, die uns ihre Stimme bei der Wahl für diesen Publikumspreis geliehen haben. Wir sind sehr froh und stolz!« Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser schreiben seit 2009 gemeinsam. 2011 waren sie für ihre Kurzgeschichte »Das Herz des Jägers« mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet worden. 2014 hatten sie den dritten Platz belegt bei der »Story-Olympiade«.

Auf literatopia.de hatten Lohwasser und Kaiser vor einigen Monaten die Ausgangssituation der Erfolgsgeschichte in etwa folgendendermaßen skizziert: In einer fiktiven, mittelalterlichen Welt lebt der junge Samuel, der seine Eltern durch eine Seuche verloren hat, bei Saul, dem Besitzer einer Herberge, die sich weit oben in den Bergen befindet. Ein heftiger Schneesturm zieht auf. Der Protagonist, der Wirt, ein Pfarrer sowie zwei fremde Männer hocken in der Stube, als es plötzlich an der Tür klopft. Der Wirt will sein Prinzip, niemals die Tür nach Einbruch der Nacht zu öffnen, treu bleiben, und es entbrennt eine hitzige Diskussion, ob man die arme Seele nun hereinlassen soll oder nicht. Das Unheil nimmt seinen Lauf ... – Urteil eines Kritikers: »Das Ende überrascht und lässt einen den Hut ziehen, denn eine so gut und vor allem klug erzählte Kurgeschichte bekommt man selten geboten.« (Foto: pm)

Wer mehr wissen will:
www.lohwasser-kaiser.de



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