15. Februar 2019, 22:09 Uhr

Auszeichnung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst für Laubachs Museum Fridericianum

15. Februar 2019, 22:09 Uhr
Staatsministerin Angela Dorn (Mitte) mit dem Vorstand des Heimatkundlichen Arbeitskreises als Träger des Museums Fridericianum. (Foto: tb)

 Ein prächtiger alter Apothekerschrank, das Modell eines Hammerwerks, Zeitdokumente wie die berühmte »Wetterfelder Chronik« oder Biografien der Maler Klipstein und Barnas – nur eine kleine Auswahl des breiten Themenspektrums, das Laubachs Museum abdeckt. Jedes der Zimmer, verteilt auf drei Stockwerke, bietet neue Entdeckungen, allen gemein ist die anschaulich-attraktive Präsentation. Seit 2011 ist das so, als nach vier Jahren des Umbaus und der Neukonzeption, begleitet von der Expertise des Hessischen Museumsverbandes, der Heimatkundliche Arbeitskreis Laubach sein »neues« Museum eröffnete.

Den Mut des Trägervereins, sich »von einer traditionellen heimatkundlichen Präsentation zu lösen«, einen eigenen und zugleich modernen Weg der Darstellung zu gehen, hat am Freitag Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, gewürdigt. Äußeres Zeichen des Lobes war die Auszeichnung als »Museum des Monats« sowie ein Scheck über 1000 Euro.

»Das Museum ist schon etwas Besonderes«, leitete die Grünen-Politikerin vor zahlreichen Gästen im Vortragsraum des Fridericianum ihre Laudatio ein. Und nannte als weiteren Beleg, dass der Besucher die Höhen, aber auch Tiefen der Geschichte Laubachs und der Region erfahre. Sei es die Not, die die Kriege »bescherten«, oder das Leid von Regimegegnern und Juden unter den Nazis.

 

Auch ein Ort der Begegnung

 

Überzeugt hat das Ministerium wie den für die Vorauswahl zuständigen Museumsverband nicht minder die Bedeutung des Hauses als Ort der Begegnung, und zwar über Generationen hinweg. Am Ende wendet sich Dorn direkt an die Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises, deren ehrenamtliches Engagement gar nicht hoch genug zu schätzen sei.

Björn Stühler, Vorsitzender des Trägervereins, hatte eingangs einige Ausführungen zur Neukonzeption des Museums und zu dessen Baugeschichte gemacht. Die war buchstäblich bewegt, war doch das repräsentative Jagdschloss im Besitz von Christian August Graf zu Solms Laubach 1832 von Gonterskirchen nach Laubach versetzt und wieder aufgebaut worden.

»Dieses Haus mit seinen Präsentationen nach modernsten museumspädagogischen Grundsätzen sucht seinesgleichen«, unterstrich Bürgermeister Klug. Dankte auch stellvertretend für alle Museumsfreunde für diese Auszeichnung. Und die 1000 Euro, um freilich mit einem Schmunzeln anzufügen: »Eine Null mehr wäre auch nicht schlecht gewesen. Vielleicht das nächste Mal.«

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