12. Oktober 2018, 21:24 Uhr

Auf zum Blauen Bock 2.0

12. Oktober 2018, 21:24 Uhr
Die Sängerinnen und Sänger des gar nicht so »Kleinen Chors« proben für das Jubiläumskonzert im November. (Foto: pm)

Staufenberg (pm). Für Peter Berger war die Chorreise in die USA 1994 »das absolute Highlight« in der 25-jährigen Geschichte des Kleinen Chors der Harmonie Daubringen. Berger hat die Geschichte das jüngeren »Ablegers« des Traditionschors von der ersten Stunde an miterlebt und freut sich mit seinen rund 45 Kolleginnen und Kollegen auf das Jubiläumskonzert am Samstag, 10. November. Der Abend steht ab 20 Uhr unter dem Motto »Zum Blauen Bock 2.0«.

Das Motto verrät es schon: Was die Chormitglieder seit Wochen vorbereiten, ist kein Jubiläumskonzert im traditionellen Rahmen. Zurückgreifend auf die beliebte Show des Hessischen Rundfunks und mit Anspielung auf die legendären Apfelweinfeste der Harmonie gibt es an diesem Abend ein unterhaltsames Programm für die ganze Familie.

Dirigent Peter Schmitt legt bei den Proben zum Jubiläumskonzert großen Wert darauf, dass trotz überwiegend »leichter« Muse die vom Chor bekannte Qualität gewährleistet ist. »Von Tango über Pop bis Gospel ist alles dabei«, verrät er. »Neben Großem und Kleinem Chor werden auch die Frauen in zwei Formationen auftreten.« Und das ist noch nicht alles: Der Gesangverein Jugendfreund Watzenborn-Steinberg mit Chorleiter Jan Hoffmann und der Männergesangverein Eintracht Hüttenberg unter Leitung von Jochen Stankewitz bringen neben Solistinnen der Liebigschule Gießen noch mehr Farbe ins Programm. Auch Wirtin Lia Wöhr und der legendäre Heinz Schenk sollen, wie man hört, an diesem Abend dabei sein.

Aktive nicht nur aus Daubringen

Im Anschluss an das Konzert wollen die Sängerinnen und Sänger mit ihren Gästen das Jubiläum gebührend feiern. Denn »feiern können wir auch gut«, sagt Heike Töllich auf die Frage, was ihr am Kleinen Chor so gut gefällt, dass sie auch nach 25 Jahren noch dabei ist. Für sie steht aber das Singen als Ausgleich und Entspannung im Vordergrund. Aber auch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor und die Freundschaften, die über die Jahre entstanden sind, findet sie wichtig. Mit Birgitt Convertino – ebenfalls eine Sängerin der ersten Stunde – ist sie der Ansicht, dass die Teilnahme an der Chorolympiade 2004 in Bremen mit Chören aus der ganzen Welt »sensationell« war.

Für Schmitt ist die Geschichte des Kleinen Chors eine Erfolgsgeschichte, wenn auch mit einem verzögerten Anfang. 1993 wurde die bereits zwei Jahre zuvor gefasste Idee, einen jungen Chor mit modernem Repertoire zu gründen, nach einem ersten vergeblichen Anlauf zwei Jahre zuvor mit 17 Sängerinnen und Sängern wiederbelebt. Das war 1993. Ende 1995 zählten 20 Sängerinnen und elf Sänger zu den Aktiven, die sich im Oktober 1998 zum ersten Mal erfolgreich an einen Chorwettbewerb wagten. Danach folgten viele Auszeichnungen und erste Preise, Chorfahrten unter anderem nach Ungarn und zuletzt nach Schweden. Heute hat der Chor mehr als 45 Sängerinnen und Sänger, die seit 1997 in jährlichen Chorwochenenden ihre sängerischen Fähigkeiten schulen und das musikalische Repertoire erweitern.

Schon lange kommen die Aktiven auch aus Buseck, Pohlheim, Linden, Gießen und Treis zu den Proben in den Kulturtreff am Buchenberg – für Peter Schmitt ein Beleg dafür, dass »die Chemie stimmt in diesem Chor«. Für die Zukunft wünscht er sich ein paar mehr Männerstimmen. »Vielleicht macht unser Jubiläumskonzert dem einen oder anderen Lust aufs Mitsingen«, hofft er.

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