15. Januar 2019, 22:23 Uhr

Auf dem Weg – aber nur zu zweit

15. Januar 2019, 22:23 Uhr
Volles Haus beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wettenberg in Launsbach. (Foto: so)

Eine faustdicke Überraschung war es, was Bürgermeister Thomas Brunner vor Jahresfrist beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wettenberg präsentierte: die Verabredung mit seinem Heuchelheimer Kollegen Lars Burkhard Steinz, die Arbeit der beiden Kommunalverwaltungen künftig enger miteinander zu verzahnen. Um eben auf diesem Weg Synergien zu erzielen und unterm Strich einen Mehrwert für die Bürger zu schaffen. Bedauerlich zu jenem Zeitpunkt Anfang 2018: Dass Biebertal, die dritte Kommune im Gleiberger Land, nicht im Boot war. Biebertal befand sich seinerzeit jedoch in einer nicht ganz einfachen Situation. Der amtierende Bürgermeister Thomas Bender war bereits abgewählt, aber noch im Amt, seine Nachfolgerin Patricia Ortmann noch nicht aktiv und folglich nicht legitimiert, etwas mitzuberaten.

Jetzt, ein Jahr später, sieht Brunner die beiden Partner Heuchelheim und Wettenberg auf einem guten Weg. Der eingeschlagene Pfad werde mit Bedacht weiter beschritten. Die Verwaltungen seien im Dialog, die politischen Gremien eingebunden, sagte Brunner am Montag beim Neujahrsempfang 2019 in Launsbach. Biebertal erwähnte Brunner im Kontext der interkommunalen Zusammenarbeit da nicht weiter. Bürgermeisterin Patricia Ortmann war auch nicht anwesend.

Eine Anspielung auf Lollar und Staufenberg vermochte sich Brunner derweil nicht verkneifen, sprach davon, wenn man zu schnell zu viel wolle… Seine Kollegen Dr. Wieczorek (Lollar) und Gefeller (Staufenberg) vernahmen den Seitenhieb sehr wohl. Deren 2014 verabredete wachsende Zusammenarbeit ist überraschend im November 2018 von Lollar aus mit eher dürrer öffentlicher Argumentation aufgekündigt worden. Über Gründe wird nur hinter vorgehaltener Hand spekuliert. Gemunkelt wird von persönlichen Animositäten lokaler Akteure vornehmlich im sozialdemokratischen Lager.

2,8 Millionen Euro Investition

Das alles war derweil in Wettenberg kein weiteres Thema, vielmehr richteten Bürgermeister Brunner und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Hans-Peter Steckbauer, den Blick nach vorn: 2,8 Millionen Euro Investitionen stehen in diesem Jahr in Wettenberg seitens der Kommune an: Gewerbegebietserschließung »Ober dem Gleibach«, neue LED-Straßenbeleuchtung, neue Fahrzeuge für Bauhof und Feuerwehr sind die Stichworte. »Wir haben erst am Wochenende gesehen, wie wichtig eine gute Ausrüstung ist«, sagte Steckbauer am Montag mit Blick auf den Brand im Ortskern von Krofdorf-Gleiberg. Weitere Stichworte für Investitionen sind der Ausbau der Kinderbetreuung, ein Mehrgenerationenplatz für Wißmar (bevorzugt am Fischerweg), Pläne für ein Erneuern der Verwaltung, effektiver Hochwasserschutz für Wißmar. Die Kommune kann es sich leisten: Die Steuereinnahmen sprudeln auf unvermindert hohem Niveau; die Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger liegt unter 700 Euro. Der Blick in die Zukunft: Die Sicherung des Einkaufsmarktes am Standort an der Hauptstraße in Krofdorf wird eines der zentralen Themen des jungen Jahres sein. Bürgermeister Brunner sprach von einem »ganz wichtigen Projekt«. Die Kommunalpolitik hat sich vor Weihnachten auf den Weg gemacht, um ihre Vorstellungen zu erarbeiten und zu artikulieren und dies mit einem Investor abzustimmen. Das Areal zwischen Hauptstraße, Seestraße, Wiesenstraße und Wetzlarer Straße wird dafür neu überplant.

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