30. November 2018, 13:05 Uhr

Eintracht Frankfurt

Auf dem Hof der Anne-Frank-Schule Linden kickte einst ein zukünftiger Fußballprofi

20 Jahre ist es her, da drückte Christoph Preuß in Linden die Schulbank. Besonders der Fußballplatz ist dem heutigen Teammanager von Eintracht Frankfurt in Erinnerung geblieben.
30. November 2018, 13:05 Uhr
Christoph Preuß ist heute Teammanager der Bundesliga-Topmannschaft Eintracht Frankfurt. Auf dem Hof der Anne-Frank-Schule in Linden hat er einst in jeder Pause mit seinen Freunden Fußball gespielt. (Foto: Eintracht Frankfurt)

Christoph Preuß – es gibt wohl kaum einen Eintracht-Fan, der bei der Erinnerung an sein legendäres Tor gegen Bayern München keine Gänsehaut bekommt. Per Fallrückzieher überwandt er im März 2007 Oliver Kahn. Der Treffer wurde später zum Tor des Monats und Vize-Tor des Jahres gewählt. Ob er ähnlich spektakuläre Treffer bereits auf dem Pausenhof der Anne-Frank-Schule in Linden absolviert hat? Sechs Jahre lang ging der Fußballstar und heutige Teammanager der Eintracht hier zur Schule, bis er im Sommer 1998 an die Friedrich-Feld-Schule nach Gießen wechselte.

 

Teamgröße war variabel

 

»Gibt es denn den Gummiplatz noch?«, fragt Preuß direkt zu Beginn des Gesprächs. Unzählige Stunden haben seine Freunde und er hier gekickt. Die Teamgröße hing immer davon ab, wie viele Leute gerade mitspielen wollten – und das bedeutete dann oft mehr als nur elf gegen elf. In jeder Pause rollte der Fußball. Und wenn mal keiner einen mitgebracht hatte, tat es auch ein Tennisball. Oder was sonst gerade so da war. »Oft auch das leere Trinkpäckchen, dass dann immer wieder aufgepustet wurde«, erinnert sich Preuß. »Wir sind dann hier und da auch die eine oder andere Minute zu spät in den Unterricht gekommen.«

Preuß ging in Linden gerne zur Schule. »Es war schön, jeden Morgen den Freundeskreis wiederzusehen.« An der Turnhalle gefiel ihm damals besonders, dass es eine Umkleide gab und man so die Klamotten wechseln konnte. Auch war die Schulhalle im Vergleich zur TV-Halle bereits mit Toren ausgestattet. »Das hatte an der Grundschule gefehlt.« Ebenso wie Fußballtore: Dort bildeten zwei Bäume die Torpfosten.

 

Lieblingsfach: Sport

 

Die Frage nach seinem Lieblingsfach beantwortet sich von selbst: Sport. »Die Stunde war immer viel zu schnell vorbei.« Doch auch Sprachen machten Preuß viel Spaß, egal ob Englisch oder Französisch. Letzteres Fach unterrichtete Wolfgang Schauß. »Mit ihm hatte unsere Klasse echt Glück. Er war selbst Fußballfan.«

So wie viele andere Jungen träumte Preuß als Schüler davon, einmal Fußballprofi zu werden. Sein Traum, in der Bundesliga zu spielen wurde wahr. »Das erste Mal im Stadion von Eintracht Frankfurt aufzulaufen, dass war unbeschreiblich.« Schmunzelnd fügt er hinzu: »Wir haben auf dem Schulhof ja auch genug dafür geübt.«

Egal, ob man erfolgreicher Fußballer werden will oder eine andere Karriere plant – für die Schüler hat Preuß einen Tipp: »Die Kinder sollten nach den Hausaufgaben jede Möglichkeit nutzen, an die Luft rauszugehen und Sport zu machen«, sagt er.

Vielleicht kickt heute auf dem Schulhof der Anne-Frank-Schule der nächste große Eintracht-Fußballer...

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