Wilma Stampfer geht zum Ende der Woche in den Ruhestand. 27 Jahre Dienst als Reinigungskraft im Laubacher Rathaus werden dann hinter ihr liegen. Wie Bürgermeister Peter Klug in einer Feierstunde vor der Belegschaft betonte, habe sie sich nach einem arbeitsreichen Leben die Rente wohlverdient. Von 1969 bis 1972 hatte Wilma Stampfer zunächst eine Lehre zur Hauswirtschafterin absolviert, füllte sodann für die 19 Jahre den Job der Familienmanagerin aus, um 1991 schließlich als Reinigungskraft bei der Stadtverwaltung anzufangen. Bald wurde die heute 64-Jährige das, was ihre Kollegen als »gute Seele des Rathauses« bezeichnen. Wozu auch gehörte, dass sie – selbst an Wochenenden – ungezählte städtische Veranstaltungen mitorganisierte. Ihre Verdienste als Reinemachefrau fasste Klug in Reimform: »Für uns alle warst Du immer irgendwie Kollegin und Mutter, alles perfekt, sauber, ordentlich und in Butter.« Und mit einem Augenzwinkern: »Du kennst alle Ecken und Kanten hier im Haus, und manche Dinge sitzt auch Du ganz einfach aus. Die Lichtschächte solltest Du mal saugen, dem Ersten Stadtrat drückst Du’s auf die Augen (...) Wer reißt mir in Zukunft die Tasse aus der Hand, ganz unverdrossen, nur weil die Spülmaschine wird geschlossen? (...) Solche Menschen sind einfach rar, Wilma, Du bist wunderbar.« (tb/Foto: tb)

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