02. Juni 2017, 21:31 Uhr

Apfelsaft bleibt ein Renner

02. Juni 2017, 21:31 Uhr
Mit dem Ertrag von den Apfelbäumen und der Vermarktung des gewonnenen Saftes ist die Landschaftspflegevereinigung zufrieden.

Der reiche Obstertrag in Gießen, Grünberg und Laubach wurde im Herbst 2016 zu Apfelsaft gepresst und vermarktet. Dabei wurde die vorjährige schon große Menge noch übertroffen: In den Verwaltungen der drei Mitgliedskommunen der Landschaftspflegevereinigung (LPV) sowie in der Kreisverwaltung wurden 788 Boxen zu 5 Liter Apfelsaft und 100 Boxen mit 3 Liter Apfel-Birnensaft verkauft. Die Öffentlichkeitswirkung sei jedes Jahr sehr positiv. Diese Zahlen wurden auf der Mitgliederversammlung der LPV in Stangenrod erläutert.

Gute Zusammenarbeit

Und es gab weitere Zahlen: Anfang November wurden in der Gemarkung Wieseck etwa 100 Hochstammobstbäume und im Landkreis etwa 50 Obstbäume alter heimischer Sorten gepflanzt. Mit der Umsetzung des Vertrages mit dem Landkreis zum Thema »Streuobst« wurde mit einer ersten Ausarbeitung zu dem wertvollen Streuobstbestand »Hohl« in Reiskirchen begonnen. Noch in diesem Jahr soll die konkrete Umsetzung für weitere wichtige Streuobstflächen im Kreisgebiet folgen, deren Schutz über die Ausweisung von »Geschützten Landschaftsbestandteilen« gewährleistet werden soll. Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie im Landkreis und in der Stadt Gießen ist die Landschaftspflegevereinigung in die Arbeitskreise Streuobst eingebunden.

Die Geschäftsstelle der Landschaftspflegevereinigung in Hungen wird seit einigen Wochen von Yvonne Jöhler-Ruhland betreut, wie LPV-Geschäftsführerin Ingrid Moser erläuterte. Das Geschäftsvolumen habe sich erheblich erhöht, die Beratung zu naturschutzfachlichen Angelegenheiten bleibe das zentrale Thema. Ökonomie- und Ausgleichsmaßnahmen für Baugebiete nehmen mittlerweile rund 90 Prozent der Projektarbeit ein. Neu ist, dass Moser die Funktion der Sprecherin der hessischen Landschaftspflegeverbände innehat. Dadurch sei ein ständiger Kontakt zum hessischen Umweltministerium als auch zum Dachverband gegeben.

Die ehemals angedachte Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Lahn-Dill in einer gemeinsamen Geschäftsstelle, wird nicht weiterverfolgt. Der Bauernverband ist kein LPV-Mitglied mehr, dennoch sei die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Landwirten im Landkreis hervorragend und von keinerlei Problemen geprägt.

Umgesetzt wurden im Landkreis im Vorjahr mehr als 70 Naturschutzprojekte. Besonders hervorzuheben seien die Ausgleichsmaßnahmen für den Bebauungsplan »Marburger Straße West« in Gießen: Hier habe die Stadt den gesamten Ausgleich auf alte Streuobstwiesen und in zwei FFH-Gebiete gelegt. Die LPV setzt die Maßnahmen für die Stadt in sechs Jahren um. Es zeige sich bei allen Naturschutzmaßnahmen, dass nur eine intensive Betreuung und Überwachung die Gewähr biete, dass das angestrebte fachliche Ziel erreicht werden kann, erklärte Moser. Landwirte, Schäfer und Vereine werden von der Vereinigung eingewiesen und lernen bei Beweidung, Mahd und Entbuschung Inhalte und Ziele kennen. Man leiste damit einen wesentlichen Beitrag zur Umwelt- und Naturschutzbildung in den Gemeinden.

Lichs Bürgermeister Bernd Klein hörte nach neun Jahren als LPV-Vorsitzender auf. Nachfolgerin ist Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl. Als Vorstandssprecher wurden Hans Bauch (Landwirte) und Andrea Malkmus (Naturschutz) wiedergewählt, als Schatzmeisterin Annette Bergen-Krause, Gerda Weigel-Greilich als Schriftführerin. Als Beisitzer wurden gewählt: Burckhardt Neuß, Edwin Theiß und Thomas Schmidt (Landwirte), Heinz Weiss, Dirk Bönsel und Dr. Tim Mattern (Naturschutz) sowie Reiner Dern (Kommunen). (Foto: dpa)

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