17. November 2018, 09:00 Uhr

Buchpreis

Anneröder Kinderbuchautorin erhält Preis in New York

»The Visitor«, ein Werk von Kinderbuchautorin Antje Damm, steht auf der Liste der New York Times für die zehn besten Bilderbücher 2018. Das liegt auch an der ungewöhnlichen Illustration.
17. November 2018, 09:00 Uhr

Antje Damm hat für ihre Kinderbücher schon einige Preise bekommen. Diese Ehrung aber war besonders. Am Donnerstag ist die Autorin aus Annerod in der New York Public Library für »The Visitor«, die englische Ausgabe von »Der Besuch«, ausgezeichnet worden. Es steht auf der Liste der zehn besten Bilderbücher, die die New York Times und die New York Public Library alljährlich veröffentlichen. Neben Antje Damm sind in diesem Jahr Autoren unter anderem aus den USA, Kanada, Japan oder Mexiko vertreten.

»Der Besuch« ist ein ganz besonderes Bilderbuch. Nicht nur wegen der anrührenden Geschichte vom kleinen Emil, der Farbe ins Leben der einsamen, menschenscheuen Elise bringt. Auch wegen der besonderen Technik, die sich Antje Damm seinerzeit zur Illustration ausdachte. Sie hat die Figuren und Gegenstände ausgeschnitten, in eine Pappkiste wie in eine Kulisse hineingestellt, mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet und dann abfotografiert. Das Ganze wirkt sehr plastisch, wie eine kleine Bühne (siehe Foto).

Am Anfang ist sie ganz grau. Doch mit dem kleinen Emil verwandelt sich die Szenerie. Sie wird immer bunter. Das hat auch die Jury in New York beeindruckt, die in ihrer Begründung die »explosion of color, light and life« hervorhebt.

 

New York Times war begeistert

 

In Deutschland ist »Der Besuch« schon 2015 im Frankfurter Moritz-Verlag erschienen. Dort war jetzt die Freude über die New Yorker Auszeichnung groß. »Das ist ganz phantastisch, zumal nur selten europäische Bilderbücher den Weg über den großen Teich finden«, wird Verlagsleiter Markus Weber im Branchenblatt »Buchmarkt« zitiert.

Die englische Ausgabe kam in einer Übersetzung von Sally-Ann Spencer kürzlich bei Gecko Press in Neuseeland heraus. Die New York Times besprach es im Oktober in ihrer Book Review und begeisterte sich für die außergewöhnliche Illustration. Auf ihrer Homepage hat die NYT übrigens auch Fotos aller Preisträger in ihren Arbeitszimmern veröffentlicht.

Und so wissen jetzt die Leser in den USA, wie es in der Dachstube am Rande von Annerod aussieht, in der Antje Damm ihre Geschichten ersinnt. Die Autorin beschreibt sie folgendermaßen: »Das ist mein kleines Arbeitszimmer, das ich liebe. Wenn ich am Schreibtisch sitze, kann ich aus dem Fenster schauen. Dann sehe ich die goldene Wetterfahne auf dem Kirchturm und die Dächer der anderen Häuser.«

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