07. Dezember 2018, 22:11 Uhr

Anbindung und Dichte kritisiert

07. Dezember 2018, 22:11 Uhr
Zwischen der Main-Weser-Eisenbahnlinie (Westen), Löwengasse (Osten) und Kirchstraße (Süden) liegt eine Fläche, die nachverdichtet werden soll. Die Anzahl der Gebäude und die Lenkung des zu erwartenden Verkehrs werfen erhebliche Probleme auf. (Repro: vh)

Gesetzliche Vorgaben verpflichten die Kommunen, neue Baugebiete sparsam auszuweisen, um den Flächenverbrauch zu senken. Im Stadtgebiet steht kurzfristig nur ein Baugebiet zur Diskussion. Wenn das Landesprogramm Dorferneuerung beendet sei, sollte umgehend die angedachte Fläche (Ruttershausen, westlich des Rosenwegs) ausgewiesen werden, meint Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek.

Es wird deshalb darauf gedrängt, die Innenentwicklung voranzutreiben. Jetzt wurde im Bauausschuss ein solches Nachverdichtungskonzept für ein Gelände westlich der Gießener Straße vorgestellt. Doch der Ausschuss lehnte den Vorschlag des Planungsbüros Müller (Fronhausen/Lahn) geschlossen ab. Eine Nachbesserung mit erneuter Vorlage wurde aber eingeräumt.

17 Wohneinheiten geplant

Die vorgestellte Baufläche liegt zwischen der Main-Weser-Bahnlinie im Westen, Löwengasse im Osten und Kirchstraße im Süden. Sie misst 3185 Quadratmeter und könnte im beschleunigten Bauleitverfahren nach Paragraf 13a Baugesetzbuch als reines Wohngebiet erschlossen werden. Wie Holger Müller erläuterte, sollen 17 Wohneinheiten entstehen, hierfür wären 34 Stellplätze zu schaffen. Die Gebäude verfügten über je zwei Vollgeschosse und ein ausbaufähiges Dachgeschoss. Infrage kämen ausschließlich Satteldächer.

Der optische Übergang zum alten Ortskern würde harmonisch sein, so Müller. Viel Grünfläche werde um die Häuser herum angelegt, im Nordwesten solle Gartenland als Kaltluftschneise dienen. Sein Büro wolle noch ein Schallgutachten sowie Verkehrsgutachten in Auftrag geben. Norman Speier (SPD) sah den zu erwartenden Verkehrsfluss einschließlich Lärm und Abgase äußerst kritisch. Die Löwengasse selber sei bisher noch nicht fertiggestellt (Tragschicht fehlt).

Petra Schubert (Grüne) meinte, es würde alles versiegelt, die vorgesehene Kaltluftschneise reiche nicht aus. Man solle den »Keul« (Kirchstraße) pfleglich behandeln. Cornelia Meykemper (FDP) sah das Verkehrsproblem nicht gelöst und Benjamin Ochs (CDU) winkte ebenfalls ab. Holger Müller erkannte das Manko seines Planentwurfs: Zu hohe Gebäudedichte und, lagebedingt, die Verkehrslenkung. Er wolle den Entwurf nachbessern.

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