17. März 2017, 20:57 Uhr

Amtsleiterstelle wird auf vier Jahre befristet

17. März 2017, 20:57 Uhr

Die Kommunen Lollar und Staufenberg sind schon auf dem Weg zu einem Gemeindeverwaltungsverbund. Im Zuge von Zusammenlegungen der Ämter wird jeweils die durch Ausscheiden aus dem Berufsleben frei werdende Stelle eines Amtsleiters in der betreffenden Stadtverwaltung nicht mehr nachbesetzt, sondern vom Nachbarn künftig mitverwaltet.

Die Kommunen Allendorf/Lumda und Rabenau befinden sich noch in einem frühen Stadium, weil die Machbarkeit eines Gemeindeverwaltungsverbunds zunächst geprüft werden soll. Bedingt durch die Rückstellung von 402 000 Euro im Ergebnishaushalt 2017 für die Pensionskasse der Beamten in Darmstadt (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete), muss nun das Gemeindeparlament erneut über den Haushaltsausgleich beraten.

Damit nicht ausschließlich die Bürger zur Kasse gebeten werden, hat die CDU-Fraktion im Stadtparlament vorgeschlagen, die zur Jahresmitte frei werdende Stelle des Ordnungsamtsleiters im Rathaus nicht neu zu besetzen. Hauptamtsleiterin Christina Fricke berichtete von mehr als 500 Überstunden, die die drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes angehäuft hätten. Wer solle beim Wegfall einer Stelle deren Arbeitspensum schultern? Die Verwaltung würde geschwächt. Finanziell hätte die Stadt dieses Jahr 23 500 Euro und ab 2018 sodann 47 000 Lohnkosten weniger am Bein. Das bedeute 2016 eine Ersparnis von 1,50 Euro pro Einwohner, 2018 dann drei Euro pro Einwohner.

Endlich ein Anfang

Jürgen Schmidt (CDU) stellte fest, ein neuer Amtsleiter bleibe wohl 30 Jahre lang. Karlheinz Erbach (SPD) mahnte, Einsparungen nicht auf dem Rücken der Verwaltungsmitarbeiter auszutragen. Für Ulrich Krieb (CDU) war entscheidend, dass mit Blick auf die beabsichtigte Zusammenlegung der Verwaltung endlich ein Anfang gemacht würde. So schlug er vor, die Stelle wieder zu besetzen, aber die bereits laufende Ausschreibung zu erneuern, indem die Stelle des neuen Ordnungsamtsleiters auf vier Jahre befristet wird. Mehrheitlich stimmte das Parlament dafür (14 Ja, sieben Nein, eine Enthaltung).

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