Kreis Gießen

Am schlimmsten trifft es Wißmar

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, überflutete Straßen: Nachdem das Unwetter am Sonntag vor allem die Orte im östlichen Landkreis in Mitleidenschaft zog, traf es am Dienstag vor allem den westlichen Landkreis. Hunderte Einsatzkräfte waren über Stunden hinweg im Dauereinsatz, um ihren Mitbürgern beizustehen.
31. Mai 2018, 20:16 Uhr
Constantin Hoppe

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, überflutete Straßen: Nachdem das Unwetter am Sonntag vor allem die Orte im östlichen Landkreis in Mitleidenschaft zog, traf es am Dienstag vor allem den westlichen Landkreis. Hunderte Einsatzkräfte waren über Stunden hinweg im Dauereinsatz, um ihren Mitbürgern beizustehen.

In Wettenberg hatte das Unwetter die heftigsten Auswirkungen im Landkreis: Rund 130 Keller liefen voll, die Regenmassen führten zu mehreren kleinen Erdrutschen, in deren Folge Straßen gesperrt werden mussten. Die Landstraße zwischen Krofdorf-Gleiberg und Launsbach musste wegen Hochwassers voll gesperrt werden. 134 Kräfte von Feuerwehr und THW waren zeitgleich an mehreren Einsatzstellen im Dauereinsatz – Unterstützung kam auch von den Feuerwehren Hungen, Heuchelheim, Großen-Linden, Staufenberg und Lollar. »Wir hatten einige Einsatzstellen in Krofdorf-Gleiberg und Launsbach«, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Andreas Buhl am Mittwoch. »Aber am schlimmsten hat es dieses Mal Wißmar getroffen.«

Freibad Gleiberger Land ist zu

In Wißmar herrschte Land unter. Die Wassermassen drangen in zahlreiche Gebäude ein. Insgesamt waren die Einsatzkräfte in Wettenberg von Dienstag um 18.25 Uhr bis Mittwoch, 5 Uhr, im Dauereinsatz.

Das Freibad »Gleiberger Land« ist aufgrund von Unwetterschäden voraussichtlich bis Freitag, 8. Juni, geschlossen.

Auch in Heuchelheim liefen zahlreiche Keller voll. Dort hatte sich bis zum späten Dienstagabend die Situation aber wieder weitestgehend beruhigt: Einzig in der Bachstraße trat die Bieber über die Ufer. Auch da musste eine Vollsperrung eingerichtet werden. Insgesamt waren 27 Einsatzkräfte der Feuerwehr Heuchelheim im Einsatz. um die 21 vollgelaufenen Keller von den Wassermassen zu befreien. »Wir haben hier noch einmal Glück gehabt«, sagt Gemeindebrandinspektor Roland Kraus. Neben den Einsätzen in der eigenen Gemeinde halfen die Heuchelheimer Floriansjünger in Gießen und Wettenberg.

In Lollar blockierte ein umgestürzter Baum die Straße in der Nähe des Kreisverkehrs in Richtung Gießen: Die Feuerwehr beseitigte den Baum. Daneben zählte man zwölf weitere Einsatzstellen – auch da meist vollgelaufene Keller.

In Biebertal gab es rund 25 Einsätze, vor allem wegen Wasser in Kellern. In Rodheim meldete der Rewe-Markt Wasserschäden. Rund 80 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren dort bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

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