27. Februar 2019, 22:17 Uhr

Allendorf braucht Kita-Plätze

27. Februar 2019, 22:17 Uhr

»Was könnten wir tun, um den Anbau zu vermeiden«, fragte Ralf Hofmann (FW), Vorsitzender des städtischen Finanzausschusses. Das Schwerpunktthema bei der zweiten Lesung des Haushalts 2019 bildete sich rasch heraus: die Kindertagesstätten. Es zeichnet sich eine Entwicklung ab, wie Londorf sie letztens vorgemacht hat.

Die dortige Kita Rabennest wurde in den vergangenen Jahren zweimal baulich zur mittlerweile größten Kita im Landkreis erweitert. Trotzdem gibt es erneuten Raumbedarf. Übergangsweise wurden Kinder im Rabennest und in der Kita Rüddingshausen aufgenommen. Für das Kindergartenjahr ab August muss eine räumliche Lösung her, wahrscheinlich als naturnaher Kindergarten im Freizeitcamp bei Geilshausen.

Im Obergeschoss der Allendorfer Kita am Totenhäuser Weg wurden die Räume der ehemaligen Hausmeisterwohnung baulich umgestaltet für eine weitere Gruppe. Das Dach des aus den 50er Jahren stammenden Gebäudes ist komplett saniert worden. Insgesamt hat die Baumaßnahme rund 450 000 Euro gekostet. Nun gibt es vier Gruppen für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Hinzu kommt die Wald-Kita Nordeck mit Platz für bis zu 20 Kinder.

Laut Bürgermeister Thomas Benz (FW) stehen fünf Kinder auf der Warteliste. Deren Zahl wird bis zum 1. August auf voraussichtlich zwölf ansteigen. In der Gesamtschule kann die Stadt keine Kita-Betreuung einrichten, räumliche und hygienische Voraussetzungen fehlen. Benz sagte, der Kreis habe dies abgelehnt. Zum Stichwort Tagespflege-Nester der Arbeiterwohlfahrt, eine Option im Lahn-Dill-Kreis, informierte Benz, er habe bei der AWO nachgefragt. Auch hier müsse die Stadt zuvor das Raumproblem lösen. Zurzeit betreue in Allendorf eine Tagesmutter insgesamt fünf Kinder.

Falls der Kita-Anbau unvermeidlich sei, würden Räume für zwei weitere Gruppen eingerichtet. Eine Wiese neben der Kita habe die Stadt schon erworben. Darauf würde eine Spielfläche entstehen. Architektin Stefanie Muskau habe das Gelände in Augenschein genommen. Entgegen aller Gerüchte würde der Anbau nicht in den Hang gebaut.

Bauamtsleiter Andreas Becker sagte, bei genehmigtem Haushalt könne das Bauvorhaben noch dieses Jahr begonnen werden. Sandra Henneberg (Grüne) sagte, für die Kosten von zwei Baumaßnahmen für drei Gruppen hätte man besser eine neue Kita bauen sollen. Ulrich Krieb (CDU) meinte, im Falle eines Neubaus auf demselben Grundstück hätte man seinerzeit kein Ausweichquartier für die Kinder gehabt. Die Stadt hatte kein anderes Grundstück zur Verfügung.

Karlheinz Erbach (SPD) meinte, die Entscheidung für den Ausbau der Hausmeisterwohnung sei im Glauben gefallen, es würde ausreichen. Entwicklungen, die zu einer heutigen Warteliste geführt hätten, habe man nicht im Voraus sehen können. Brunhilde Trenz (BfA/FDP) gab zu bedenken, falls die Stadt Bauland ausweise und es Zuzüge gebe, reiche der Platz im Anbau möglicherweise künftig nicht aus.

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