Eine bessere Umgebung für einen Gottesdienst hat man sich kaum wünschen können. Die evangelischen Kirchengemeinden Heuchelheim und Kinzenbach hatten für Sonntag zum Sommergottesdienst an der Grillhütte am Kinzenbacher Wald eingeladen und damit wieder zahlreiche Christen der beiden Gemeinden angesprochen. Der von den Pfarrerinnen Petra Schramm und Cornelia Weber sowie Vikarin Iris Hartings geleitete Gottesdient hatte so viele Besucher angelockt, dass einige Gläubige das Geschehen im Stehen verfolgen mussten.

Viel Lob für scheidende Vikarin

Vier Taufen wurden gefeiert. Außerdem wurden die neuen Konfirmanden vorgestellt, und zum Abschluss des Gottesdienst verabschiedeten sich die Gemeinden von Iris Hartings: Sie hat die »Station Heuchelheim« im Rahmen ihres Vikariats beendet und nimmt nun andere Aufgaben wahrnimmt. Über weite Strecken verschonte der angekündigte Regen den Gottesdienst. Kurz vor Ende setzte ein leichter Sommerregen ein, der aber den Ablauf nur unwesentlich störte.

Nach dem Gottesdienst luden die beiden Kirchengemeinden die Gottesdienstbesucher zu Kaffee und Kuchen ein; die Gäste nahmen das Angebot dankend an und genossen bei netten Gesprächen die angebotenen Backwaren und freuten sich darüber, dass die Wolkendecke aufriss und die Sonne wieder zum Vorschein kam.

Im »Einblick«, dem schmucken und informativen Mitteilungsheft der evangelischen Kirchengemeinden Heuchelheim und Kinzenbach, hat sich Iris Hartings bereits von der Gemeinde verabschiedet. Von September 2014 bis Sommer 2017 – unterbrochen von einer einjährigen Elternzeit – wirkte sie in Heuchelheim. Besonders gern erinnert sie sich an die Arbeit mit den Konfirmanden. So an den Vorstellungsgottesdienst mit einem Theaterstück zu Luther oder an die Brotbackaktion für Projekte in Ghana, Albanien und El Salvador. Dem Gottesdienst, den Iris Hartings seinerzeit mitgestaltete, gehörten mit Ulrike Scherf (stellv. Präsidentin der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) und Marita Natt (Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck) auch zwei hohe kirchliche Würdenträger an.

Im Sommer tritt Iris Hartings im Rahmen des Spezial-Vikariats eine Stelle im Theologischen Seminar in Herborn an. »Danach«, verrät sie im »Einblick«, »werde ich hoffentlich eine Pfarrstelle im Bereich der Propstei Oberhessen bekommen.«

Die Entwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland sieht die angehende Pfarrerin »relativ nüchtern«. Angesichts (moderat) zurückgehender Mitgliederzahlen werde eine »Entdehnung eintreten«, lautet ihre Einschätzung, und: »Es wird etwas zurückgebaut«, auf das benötigte Maß reduziert. In dieser Hinsicht sei eine gesunde Einstellung hilfreich, befindet die Vikarin. Herzliche Worte findet der »Einblick« zum Abschluss des Gespräches mit Iris Hartings: »Die Freude an Ihrem Beruf merkt man Ihnen an – und man kann die Gemeinde, in der sie arbeiten werden, nur beglückwünschen.«

Eine Dachschindel zur Erinnerung

Auch die Heuchelheimer Pfarrerin Cornelia Weber fand lobende Worte zum Abschied der Vikarin. Sie hob dabei unter anderem deren kritisches Nachfragen und ihre Herzlichkeit hervor. Danach überreichte sie Iris Hartings im Namen der Kirchengemeinde ein Fotobuch aus ihrer Arbeit mit den Konfirmanden sowie eine Schindel vom Dach der Heuchelheimer Martinskirche: »Sie ist wetterfest, genau wie du«, gab ihr die Heuchel-heimer Pfarrerin mit auf den weiteren Lebensweg. (se/Fotos: se)

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