Kreis Gießen

Ära Rühl endet nach 32 Jahren

Eine Ära ging zu Ende: Wilhelm Rühl fungierte 32 Jahre als Vorsteher der Jagdgenossenschaft Burkhardsfelden. Er verzichtete auf eine Wiederwahl und wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Graf verabschiedet.
17. April 2018, 21:01 Uhr
Redaktion
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Führungswechsel bei den Jagdgenossen: (v. l.) Stellvertretender Jagdvorsteher Friedhelm Nebeling, Jagdvorsteher Jörg Blaschke, Günter Hofmann, Wilhelm Rühl und Wilfried Heuser. (Foto: la)

Eine Ära ging zu Ende: Wilhelm Rühl fungierte 32 Jahre als Vorsteher der Jagdgenossenschaft Burkhardsfelden. Er verzichtete auf eine Wiederwahl und wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Graf verabschiedet.

Friedhelm Nebeling und Wilfried Heuser würdigten die Arbeit von Rühl, der jederzeit der Motor der Jagdgenossenschaft gewesen sei. Bürgermeister Dietmar Kromm überreichte für die Gemeinde ein Präsent. Seine Arbeit beendet hat auf eigenen Wunsch auch Günter Hofmann, der über zwölf Jahre als Rechner fungierte und mit Dank und einem Präsent verabschiedet wurde.

Bei der Neuwahl des Jagdvorstandes wurde Jörg Blaschke zum Jagdvorsteher und Schriftführer gewählt. Stellvertretender Jagdvorsteher ist Friedhelm Nebeling. Ernst Mohr wurde zum Rechner gewählt. Wilfried Heuser und Manuel Brück gehören als Beisitzer dem erweiterten Vorstand an.

Im Geschäftsbericht verwies Rühl auf 376 Hektar bejagbare Fläche, davon 372 Hektar Feldfläche. Im Frühjahr begann die Arbeit mit dem Bestellen der Wildäcker, das Jagdpächter Jörg Sieberhagen vornahm. Die Jagdgenossenschaft hat der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro übergeben zur Asphaltierung des Viermorgenweges. Die Arbeiten wurden zurückgestellt. Der Mönchswiesenweg wurde von der Gemeinde ausgebessert. Von ehrenamtlichen Helfern der Jagdgenossenschaft wurde ein Teil der Hecke der Giebenhäuser Wiesen auf den Stock gesetzt.

Angefertigt werden soll ein Jagdkataster. Im Laufe des Jahres wurden an den Straßen Wildreflektoren angebracht, wozu die Jagdgenossenschaft einen Zuschuss gab. Rühl dankte allen Helfern und ebenso den beiden Jagdpächtern Jörg Sieberhagen und Jörg Blaschke.

Der Jagdvorsteher verwies auch auf die Brut- und Setzzeiten des Wildes. Hier gelte es, das Wild in Ruhe zu lassen und nicht zu stören. Der Jagdvorsteher bat die Mitglieder, diese Maßnahmen zu unterstützen und darauf zu achten und hinzuweisen, dass auch andere Personen diese einhalten.

Rechner Günter Hofmann erstattete den Kassenbericht. Einhellig erfolgte die Entlastung. Neue Kassenprüfer sind Eberhard Hartel und Hans Thiele. Einstimmig beschloss die Versammlung, aus dem Erlös der Jagdpacht 1000 Euro zur Sanierung des Storchennestes zur Verfügung zu stellen.

Laut Streckenbericht wurden 58 Sauen und zwei Hasen (beide verunfallt) erlegt. Von zehn Stück Rehwild fielen sieben dem Straßenverkehr zum Opfer. Der weitere Streckenbericht beinhaltete den Abschuss von sechs Füchsen, zwölf Elstern, einem Waschbären, zehn Elstern und sechs Rabenkrähen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-AEra-Ruehl-endet-nach-32-Jahren;art457,418735

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