24. Februar 2018, 17:00 Uhr

Autobahnbrücke

A45-Brücken bei Langgöns werden neu gebaut

Es wird eine der aufsehenerregendsten Baustellen der näheren Zukunft im Kreis Gießen: Die A45-Brücken bei Langgöns werden abgerissen und neu gebaut.
24. Februar 2018, 17:00 Uhr
Die Panoramaaufnahme zeigt es: Auf der Autobahn 45 ist viel Lkw-Verkehr unterwegs. Die beiden nebeneinanderliegenden Talbrücken sollen durch Neubauten ersetzt werden, die dem modernen Verkehrsaufkommen gewachsen sind. (Foto: pad)

Es gibt gute Nachrichten für Langgöns: Beim Neubau der beiden Talbrücken der Autobahn 45 rückt der Lärmschutz stärker in den Fokus. Wann die Bagger anrücken werden, ist derzeit aber noch nicht klar.

Fest steht: Die Brücken müssen abgerissen werden. Eine Sanierung wäre nicht mehr wirtschaftlich. Eine spektakuläre Sprengung – vergleichbar mit der in Limburg im vergangenen Jahr – wird es in Langgöns wohl nicht geben. »Zu dem jetzigen Zeitpunkt ist ein konventioneller Abbruch vorgesehen«, teilte HessenMobil auf Anfrage der Gießener Allgemeine Zeitung mit.

Bei der optisch wie ein Bauwerk wirkenden Talbrücke handelt es sich um zwei parallel verlaufende Brücken. Diese sollen nacheinander ersetzt werden. Der Verkehr auf der Autobahn wird zunächst komplett auf eine Brücke verlegt. Dabei sollen jeweils zwei Fahrspuren in jede Fahrtrichtung erhalten bleiben. Die andere Brücke wird nun abgerissen und neu gebaut. Ist dies geschehen, wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt, während auch die zweite Brücke ersetzt wird. HessenMobil erwartet daher, dass es zu keiner Verlagerung des Autobahnverkehrs auf die umliegenden Straßen kommen werde.

 

Maßstab des Bundes gilt

 

Derzeit befindet sich der Neubau in der Planungsphase des Vorentwurfs. Das Planfeststellungsverfahren soll bis zum Sommer 2018 eingeleitet werden. Hierbei können Behörden und Verbände, aber auch Privatpersonen Hinweise geben und Bedenken äußern. Diese müssen dann geprüft werden – weshalb sich noch nicht konkret sagen lässt, wann es abgeschlossen sein wird. Das Anhörungsverfahren erfolgt beim Regierungspräsidium, das hessische Verkehrsministerium erlässt dann den Planfeststellungsbeschluss. Hinter dem langen Fachbegriff verbirgt sich vereinfacht gesagt, dass beschlossen ist, was in welcher Form gebaut wird. Firmen können sich dann um den Auftrag bewerben. Erst wenn nun ein Kandidat den Zuschlag erhalten hat, können die Arbeiten beginnen. »Wann dies sein wird, können wir derzeit noch nicht sagen«, teilte HessenMobil mit. Die Baukosten werden auf 35 Millionen Euro geschätzt.

Was die Lang-Gönser Bürger freuen dürfte: Im Rahmen der Planung wird auch eine lärmtechnische Untersuchung erfolgen. Diese gibt vor, welche Maßnahmen für dem Lärmschutz an den neuen Autobahnbrücken notwendig werden. Maßstab ist die Bundesimmissionsschutzverordnung. »Die Betrachtung wird dabei wie für einen Neubau angelegt.«

Bereits vor Jahren hatte eine Gruppe von Bürgern vergeblich für Lärmschutzwände auf der alten Autobahnbrücke gekämpft. Eine Nachrüstung konnte man damals nicht durchsetzen, da für das alte Bauwerk andere Grenzwerte galten. Bei dem Neubau wird nun aber ein schärferer Maßstab angelegt. »Das ist sicherlich positiv«, sagte Bürgermeister Horst Röhrig. »Wir sind über die Nachricht froh, da damit nun der Lärmschutz kommt.«

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