17. November 2021, 21:12 Uhr

»Wolfsbestände regulieren«

17. November 2021, 21:12 Uhr
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Von DPA
Im vergangenen Jahr wurden in Hessen 22 Weidetiere von Wölfen getötet. ARCHIVFOTO: DPA

- Der Präsident des hessischen Bauernverbands hat vor der steigenden Gefahr durch Wölfe für die hiesigen Weidetiere gewarnt. »Wölfe haben sich in den letzten zehn Jahren in Deutschland rasant ausgebreitet. Die Wolfspopulation wächst jährlich um etwa 30 Prozent«, sagte Karsten Schmal der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.

Im vergangenen Jahr seien bundesweit rund 4000 Tiere von Wölfen verletzt oder getötet worden. »Damit hat sich die Zahl der Wolfsrisse seit 2018 fast verdoppelt. Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen, auch wenn in Hessen 2020 gerade mal 22 Weidetiere von Wölfen getötet wurden.« Problematisch sei auch, dass nach einem Angriff die anderen Tiere in der Herde traumatisiert und verunsichert zurückblieben. Es müsse die Möglichkeit geschaffen werden, Wolfsbestände durch Bejagung zu regulieren, forderte der Bauernpräsident. »Ansonsten fürchte ich, dass die Weidehaltung nicht mehr stattfindet und die Tiere im Stall bleiben.«

In Hessen gibt es einen Wolfsmanagementplan und ein Wolfszentrum. Damit will das Land Konflikte rund um das Raubtier vermeiden. »Wir sind überzeugt, dass ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wolf gelingen kann und schaffen mit dem neuen Wolfsmanagementplan die Rahmenbedingungen dafür«, hatte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) im April dazu erklärt.

Hessen hat derzeit fünf Wolfsterritorien: Ein Rudel lebt im Rheingau-Taunus-Kreis und ein Wolfspaar im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Je eine Wölfin hat sich im nordhessischen Stölzinger Gebirge sowie im Vogelsberg niedergelassen und ein Männchen im Odenwald. dpa



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